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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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hob daS Mönchthum wieder freudig sein Haupt. Joseph'- Staa-ten welkten alle. Hierzu gesellten sich beschränkte Ansichten auchin der Staat-wirthschaft, Handelssperre, vielfache Heinninngdes Gewerbsleißes, Entnuithigung des Ackerbaues durch Grundla»sie», Niederdrückung der Gemeinen durch strenge Handhabung derhistorischen Vorrechte. Die übergroße Masse der Staatsschulden,das traurige Vermächtniß der unsäglich kostspieligen Kriege, schieneine» Banquerott zu drohen; das Papiergeld sank jährlich tiefer.Verschiedene Finanzoperationen, welche das Recht der Gläubigerbeeinträchtigten, tödteten den Kredit, und vervollständigten denUnwerth der Papiere. Sie sanken bis aus ihres Neunwer-thes, und man achtete es für einen großen Gewinn, als (1811)die Regierung die- bis auf 1060 Millionen Gulden vermehrtenBankozettel zu ihres Nennwerthes gegen neu kreirte „Einlö-sungsscheine" einwechselte. Neue Anlebeu, fortwährender Verkaufvon Staatsgütern, und mächtig erhöhte Steuern deckten indeßkümmerlich den StaatSbedarf.

Gleichwohl behielt Oestreich den Blick geheftet auf die gro-ßen politischen Verhältnisse, und verlor unter den trostloseste» Um-ständen den Muth und die Hoffnung zur Wiedererlangung derMacht nicht. Die Friedensschlüsse mit Frankreich betrachtete eSbloß als augenblicklich nöthige, doch allzutheuer bezahlte, unddarum widerrufliche, Waffenstillstände.

Schon beim Beginnen des Kampfes auf der PprenäischenHalbinsel fing Oestreich sich zu rüsten an. Die Armee ward nachund nach verstärkt, endlich auf die Zahl von üOOMO Streiterngebracht. Neben ibr ward eine Landwehr, zur Unterstützungoder zum Ersatz des stehenden Heeres bestimmt, organisirt, undendlich noch ein Aufgebot in Masse aller Waffenfähige» vom 18.bis zum ä8. Jahre vorbereitet. Auf die Beschwerden Frankreichshierüber antwortete Oestreich zwar friedfertig, aber fuhr zu rü-sten fort.

Bald zeigten sich schon Spuren von geheimen Verbindungenzwischen Oestreich und England, und trübten die Verhältnissesich so sehr, daß die französische» Blätter laut den nahenden Kriegverkündeten, daß Andreossv, Frankreichs Botschafter in Wie»,diese Stadt verließ (1800, 28.Febr.), und daß auf allen Slra-