272
seiner Geschichte ist glorreicher sür ihn als dieser. Nicht mit sei-ner Handvoll Garden hat er mit DlipeS Schnelle das starke Reicherobert, sondern durch die freiwillige Ergebenheit der Nation,oder — wenn man dieses nicht eingesteht — durch den vorwal-tenden Haß gegen die geschehene Restauration.
Der König, in schneller Folge die bösen Berichte- den Abfallseiner Gewaltsträger, der Truxp«zl-unß Genexale, das unaufhalt-same Voranschreiten des Kaisers vernehmend, floß,von PariS(20. März) nach Lille, und, auch allda picht sicher,.nzzch.Gent.Napoleon (auf dessen Kopf man einen Preis von 2 Millionengesetzt hatte) nahm ohne Blutvergießen Besitz vom gan-zen Reich.
Da erhoben die Freiheitsfreunde ihr Haupt, und hofftenjetzt, nachdem der trotzige Sinn Napoleon's durch sei» Unglückgebrochen, unter seinem starken Arm sich iin Besitz der vernünfti-gen Rechte und liberalen Institutionen zu behaupten, die sie durchunermeßliche Kämpfe und Opfer erkauft hatten. Auch entspra-chen die meisten Verkündungen und Maßregeln des Wiedergekehr-ten jener schönen Hoffnung, vor allein die Derkündung einer„Ergänzungsakte" der vierten Konstitution, welche er aufeinem feierlich zu Paris gehaltenen „Maifeld" in der Ver-sammlung von Deputirten aus allen Theilen des Reiches verkün-den ließ v). Berühmte Namen, Patrioten aus den schönsten Zei-ten, erschienen jetzt wieder unter den frei gewählten Repräsen-tanten des Volkes, auch unter den Ministern; und einGeist des Rechtes, der Mäßigung und Milde waltete vor in denAkten der Regierung. Selbst gegen das Ausland erschien ihreStellung unbeleidigend, und sür den Friedensstand ohne Gefährde.Denn Napoleon betheuerte laut und feierlich, den Pariser-frieden pünktlich beobachten zu wollen. Die frühere Idee einesgroßen Reiches habe er aufgegeben, und er werde fortan nurder einheimischen Verwaltung, d. h. dem Glücke seines Vol-kes, leben.
Dagegen sprachen die noch in Wien versammelten Monar-
*) Angefügt auf den 26. Mai, aber erst am 1. 2»ni gehalten.