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Leben die herrlichsten Früchte getragen haben, wenn nicht ein Zu-sammenfluß unglücklicher Ereignisse, trefflich benutzt von den Fein-den des Liberalismus, zum Verderben der zarten Pflanze sichwie verschworen hätte.
Die Karlsbader Beschlüsse.
Aber gerade das hoffnungsreiche Aufblühen deS reinenkonstitutionellen Lebens erschreckte und erbitterte die beschränktenAnhänger des Alten, die privilegirten Klassen, die geheime„Adelskette" und die derselben angehörigeii oder in den Ideendes Absolutismus ergrauten Höflinge und Diplomaten. Schondas in verschiedenen Staaten vorgekommene laute Rufen nachlandständischer Verfassung erschien den Gegnern als unheilweissa-gende Empörungdie innige Theilnahme des Volkes an dem er-sten Streben und Wirken der repräsentativen Versammlungen er-höhte die Bedeutsamkeit derselben; die vorherrschende demokrati-sche Richtung der Deputirtenkammer ward als Jakobinismus be-zeichnet, und der in allen Gauen des teutschen Vaterlandes wider-hallende Ruf nach,teutscher Nationaleinheit galt als Vor-bote der Revolution. Die Jugend zumal, und insbesondere dieakad emische Jugend, ward ein Gegenstand der übergroßen Furchtdurch den mitunter erschienenen vorlauten, auch überspannten Eifer4 Einiger ihrer entzündlicheren Gemüther. Das „Wartburgs-sest," im Jahr 1817 am 18. Okt. als vereiütes Neformations-und Leipziger-Schlacht-Fest mit doppeltem Enthusiasmus began-gen, die Gründung der teutschen Burschenschaft und dieweithin bemerkbare politisch-freisinnige Richtung von Leh,kern und Lernenden schienen gefahrdrohend. Man verband damiteinige vereinzelt vorgekommene Beispiele von excentrischem oderstrafwürdigem Thun, und öffnete gläubig das Ohr dem vonStourdza über die teutschen Universitäten erhobenen Lärmge-schrei. Da trüg sich die Schreckensscene der Ermordung Kotze-bue's durch Sand ( 23 . März 1819 ) und bald darauf der Mord-versuch des (Apothekers) Löning gegen den nassauischen Präsi-denten v. Jhell zu; und eö ward, was zwei Fanatiker verbra-