wies. Man anerkannte die Nothwendigkeit, einerseits der tonterklärten öffentlichen Meinung Europa's einige Beachtung zu schen-ken, und anderseits eine» nach Umständen für die Erstattung desallgemeinen FriedenS gefährlichen Brand zu stillen. Aster schwach,schwankend, und meist von selbstsüchtigen Interessen ausgebend,waren die Schritte der Kabinette. Nur wie die Befreiung Grie-chenlands für eigenen Vortheil, politisch oder kommerziell, zupichen sey, wurde erwogen. DaS Wohl der Griechen selbst kam«n geringe Betrachtung. Dergestalt gelang es England, vonder griechischen Regierung einen Antrag der Scb n yberr l ichke itzu erhalten, wogegen jedoch, unter Rußlands und FrankreichsErmunterung, die Patrioten protestirten. Die Pforte indessen,um die Erdrückung deS Ausstandes endlich zu bewirken, übertrugdie Ausführung der ägyptischen Kriegsmacht, welche wirklichunter Vieh einet Ali, IbradimS, des VieekonigS, tapfernSobneS Oberbefehl in Morea landete (Febr. 1825), Navarin,später auch Tripolizza eroberte, und fast ganz Morea verwü-stend durchzog.. Jeht begann auch im festen Griechenland die Be-lagerung Misso lu nghi's wieder; zusehends erbleichte der Hoff-iittngösterm
Dost Großbritannien.
Am 25. Januar 1820 starb der König von England, GeorgHk-, worauf dessen bereits 58 Jahre alter Sobn, der langjährigePn»z-Regent, als Georg IV. den Thron bestieg. Verschwörun-llen gegen die der VolkSfreibeit feindlichen Minister, Ausruhrste-"en. Rufe der Noth und der Erbitterung bezeichnen die erstenTage seines Reiches. Der an Aergerniß reiche Ebescheidnngspro«?eß gegen die Königin, öffentlich verhandelt vor dem Parlament,"höhte vielfach die Aufregung, während er die Achtung vor demThron und dessen Inhaber aufs Tiefste herabbrachte. Die Regie-ningsmaßregeln im Innern und nach Außen blieben übrigens un-verändert. Daher dauerte auch die drohende Gäbrung fast imganzen Reich, und insbesondere die in dem stiefmütterlich behan-delten Irland fort. Auch in den Kolonialländern entstandenverschiedene gefährliche Bewegungen.