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Dennoch scheiterte ihr Bemühen, Neugriechenlands Grenzen aufMorea zu beschränken, an des Präsidenten Entschlossenheit undFrankreichs Gunst; und es kam — nach langwierigen Verhand-lungen in Poros — endlich ein neues Protokoll in London (22.März 1829) zu Stande, worin als Grenze die Linie von Vol»biS Arta bestimmt, dabei jedoch (meist auf Verlangen des rus-sischen Kabinetts) den Griechen die monarchische Staatsforinund die erbliche Gewalt eines christlichen Prinzen vorge-schrieben ward. Das Schwert der Russen gab diesem Protokollallernächst die Erfüllung. Denn als im Feldzug von 1829 dasKriegsglück den Russe» entscheidend lachte; als der Feldherr Die-bitsch, nach einigen gewonnenen Schlachten, kühn den Balkanüberstieg, Adrian opel einnahm, und sein nahender Siegerschrittbereits Konstant in opel ängstigte, während auch in AsienPaskewitsch mit den schwersten Schlägen das türkische Reicherschütterte, da brachte die erschreckte Diplomatie — die engli-sche vor allen thätig, doch auch der Mithilfe Frankreichs,Preußens und Oestreichs sich erfreuend — den schnellen Frie-densschluß von Adrian opel zu Stande (14. Sept.). Ein Friede,wodurch, zum Erstaunen der Welt, Rußland fast alles Erobertean die Pforte zurückgab, jedoch — worüber jetzt England alsüber eine Eigenmacht zürnte! — die Zustimmung der Pforte zuden Festsetzungen des Traktats voin 6. Juli 1827 und des Pro-tokolls vom 22. März 1829 erhielt.
Die groß.'» Hoffnungen, welche die Liberalen auf den russisch-türkischen Krieg gebaut, waren demnach gescheitert an der ängst-lichen Friedensliebe der heiligen Allianz. Bis auf einige gering-fügige Dinge, -war Alles beim Alten geblieben! Ja, es erhielt spä-ter die Pforte noch mehrere Milderung an der ihr auferlegtenKriegskostenzahlung u. a., und es zeigte Englands übergroßeGunst für dieselbe sich noch weiter thätig in abermaliger Ver-engerung der Grenzen Griechenlands, insbesondere auchin Hingabe von Samos und Candia, welche ein neues Pro-tokoll (vom 4. Febr. 1830) anssprach, jedoch unter Aufhebungder früher vorbehaltenen Oberhoheit des Sultans.
Jetzt ward Prinz Leopold von Sachsen-Koburg von denMächten zum König von Griechenland envähll. Dieser jedoch,