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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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Inmitten solcher einheimischen Notb war unmöglich, zurWiederervbenmg der überseeischen Kolonien die nöthigen Kräfte >zu sammeln. Gleichwohl wurden dazu einige Versuche gemacht, >doch ohne Erfolg. Im Jahre 1826 ward eine Expedition nach jHavannah gesendet, um wenigstens das kostbare Eiland, Enba,in gesichertem Besitz zu erhalten; und später (1829) lief von dorteine zur Wiedereroberung Mexiko's bestimmte, von dem ausSpanien mit frischen Truppen gekommenen General Barradasbefehligte, Armada aus, deren Anstrengungen jedoch mit der Ka-pitulation des ganzen Heeres endeten.

Dieses war für das ganze ehemals spanische Amerika daSerfreulichste, ja fast einzig erfreuliche Ereigniß in dieser ganzenneuesten Periode.

Vo» Amerika.

Der Kongreß von Panama, auf welchen man große Hoff-nungen gebaut, hatte sie nicht erfüllt. Erst am 22 . Juni 1826ward er feierlich eröffnet. Aber nur von Columbia, Guati-mala, Peru und Mexiko waren Abgeordnete erschienen. DieStaate» Chili, Buenos Ayres, Oberperu, Brasilien undParaguay hatten, aus verschiedenen Gründen, der Einladungnicht entsprochen; Nordamerika jedoch' und auch England §sandten Bevollmächtigte an den Kongreß. Am 15. Julius schon iendete derselbe vorläufig seine Arbeiten, nachdem er wohl einenUnions- und Bundes - Vertrag zwischen den vier erstgenanntenStaaten abgeschlossen, und einige weitere Verabredungen wegenkünftiger Zusammenkünfte getroffen hatte,' welche jedoch ohne be-deutenden Erfolg blieben. Die Einsprache Englands und Nord- Iamerikas gegen den i» Sprache gebrachten Angriffsplan auf dienoch übrigen spanischen Besitzungen Cuba und Portorico,war eine Hauptursache der baldigen Auflösung.

Die fortdauernden einheimischen Zerrüttungen in den mei-sten der neue» Freistaaten waren eine andere Ursache.

In Columbie» brach schon 1826, während der Abwesenheitdes „Befreiers" Bolivar (welcher in Peru, zur Beschwichti-gung dortiger Stürme, weilte), ein Unheil drohender Aufstand aus.