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waffnetem Auge unterschieden werden können odernicht. I-m ersteren Falle nennt man das Gestein kör-nig, im letzteren dicht.
Der Unterschied zwischen körnig und dicht istdemnach ein relativer der Grösse. Alle Gesteine be-stehen aus individuellen Theilchen, aber diese sind oftso klein, dass man dieselben nicht erkennen kann.Höchstens einige wenige Gesteine machen davon eineAusnahme und sind wirklich amorph (porodin), wiez. B. Obsidian. Dieser amorphe Zustand lässt sichaber mit Sicherheit nicht ohne Untersuchung im polari-sirten Lichte, also nicht durch den blossen Anblickwahrnehmen. Wir berücksichtigen deshalb den amor-phen Zustand aus praktischen Gründen nicht als we-sentlich und rechnen ihn zum dichten, obwohl er vondiesem wesentlicher verschieden ist, als der körnige.
Wollte inan nach diesen Zuständen oder überhaupt nach Textur-arten die Gesteine in Abtheilungen bringen und ordnen, so würdeinan oft die einander Verwandtesten trennen, die Ungleichsten ver-einen. Der körnige Kalkstein würde z. B. vom dichten getrenntwerden, körniger Kalkstein und Granit würden dagegen in eineAbtheilung kommen.
Krystallinische und mechanische Verbindung.
§ 10. Beide diese Grundtexturarten, körnig und -
dicht, die sich einander gegenseitig ausschliessen, de-ren eine aber jedes Gestein besitzen muss, bieten insich wieder wesentliche Verschiedenheiten dar. Diekörnigen Gesteine wie die dichten bestehen entwederaus krystalliniscli verwachsenen, oder aus nur me- ^
chanisch mit einander verbundenen, verkitteten Mi-neraltheilen. Im ersteren Falle nennt man jene (diekörnigen Gesteine) krystallinisch körnig, im letz-teren Falle mechanisch körnig: Sandstein-, brec-cien-, oder conglomeratartig, während es bei dendichten Gesteinen oft unmöglich ist, durch den blossenAnblick die krystallinische Verwachsung oder mecha-nische Verkittung der nicht erkennbaren Theilchen zuunterscheiden. Die Grössen der Körner pflegen durch
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