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Die Gesteinslehre / von Bernhard Cotta
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neuerlich aber insbesondere von Bunsen hervorgehobenund durch zahlreiche Analysen bestätigt worden.

Davon ausgehend, dass beim Erkalten einer ge-schmolzenen Gebirgsart neben sich ausscheidendenMineralien von bestimmter Natur oft eine homogeneGrundmasse bleibt, welche als das Lösungsmittel fürjene betrachtet werden kann, sieht Bunsen nur in derUntersuchung der Gesteine als Ganze ein Mittel, dieArt ihrer Bildung zu erkenen. Indem er vorherrschenddie vulkanischen Gesteine Islands in Betracht zog, weilhier aus Mangel an sedimentären Bildungen die nor-male Zusammensetzung jener ungestört blieb, gelangteer zu dem schon oben erwähnten Resultat, dass esnämlich dort, gleichwie wahrscheinlich in den übrigenvulkanischen Gegenden von grösserer Ausdehnung,zwei Hauptgruppen von Gesteinen giebt, die sowohlin zahlreichen Gemengen, als auch für sich Vorkommen,und im letzteren Fall sich als normal - trachytis ch elind normal-pyroxenische bezeichnen lassen.

Die letzteren sind basische Silikate von Thonerde,Eisenoxydul, Kalkerde, Magnesia, Natron und Kali.Der Sauerstoff der Basen und der Kieselsäure stehtimmer in dem Verhältniss von 2:3, wie die überein-stimmenden Analysen von 6 Gesteinen Islands von ver-schiedenem Alter darthun. Es sind dies: 1. der älteregrobkörnige Trapp vom Eisjagegebirge; 2. ein ähn-liches dichteres Gestein von der Insel Vidhey; 3. einmassiges basaltisches Gestein vom Hagafjall; 4. einsolches von Skardhsfjall; 5. alte Lava vom Hekla; und6. hellgraue blasige Lava von Almannagä. In diesenGesteinen variirt die Kieselsäure von 47,0750,05 p. C.,die Thonerde von 11,518,78 p. 0.; das Eisenoxydulvon 11,6919,43 p. C., die Kalkerde von 11,27=-13,01p. C., die Magnesia von 5,29,5 p. C., das Kali von0,201,67 p. C., das Natron von 0,582,89 p. C.

Bunsen hat bei Feststellung der Normalmischungdie meist schwankenden Bestandtheile zusammenge-fasst, und so als Mittel für diese Gesteine erhalten:

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