entlehnt hatten; und man kann annehmen, daß der krystal-lisirte Alaun, der, wie man weiß, ehedem aus Indien,wo er während einer Reihe von Jahrhunderten im Ee.brauch war, so daß niemand bestimmt angeben kann, wannsein Gebrauch angefaugeu habe, zu uns gebracht wurde,wegen seiner Unentbehrlichkeit von dort her mit andernFarben Waaren nach Aegypten gekommen sey. Was michanbelangt, so ist es mir nicht unwahrscheinlich, daß diesder ägyptische Alaun war, von dem Plinius sagt, er seyhöher geschätzt, als jeder andere. Selbst Beckm ann sagt,„es ist bekannt, daß man noch immer den wahren Alaunzu den aus Aegypten geführten Waaren rechnet; allein(fügt er hinzu) mir ist kein Schriftsteller bekannt, der vondem Ort, wo er gefunden oder gemacht wurde, oder vonder Art, ihn zu bereiten, einige Meldung thäte." Ob dieAegyptier selbst, nachdem sie den Alaun aus Indien kennengelernt harten, in ihrem eigenen Lande die Kunst, den Alaunzu bereiten, entdeckt haben, oder ob sie ihn nur fortwäh-rend aus Indien erhielten, oder ob sie nachher mit demsel-ben von den Bewohnern eines dazwischen liegenden Landesversehen wurden, ist mir unbekannt; aber es scheint mirkeinem Zweifel zu unterliegen, daß der ägyptische Alaun,wo er auch immer gewonnen worden seyn mag, weit undbreit berühmt gewesen ist, indem Herodot (in einer Stel-
den ist; und dieß trieb man wahrscheinlich ohne wissenschaft-liche Principien fort, bis gegen das Ende des siebente» Jahr-hunderts, wo die Chinesen ihr eigenes Verfahren aufgaben,und die Kunst und Mittel zu färben, welche unter den Jn-diern und Persern üblich waren, entlchnrcn; unter welchenerborgten Mitteln man den Alaun und Vitriol nennt, vondenen die Chinesen ehedem keinen Gebrauch gemacht haben;»ine Thatsache, welche es wahrscheinlich macht, daß wir das,was an der Chiiiesischen Fürbekunst vcrlohren gegangen ist,als »inen wenig zu bedauernde» Verlust anzusehen habem