Beiname sey aus dein Griechischen, wo er einen Felsen be.zeichnet, abgeleitet; den Alaun habe man durch das Aus-kochen von Steinen erhalten, und diese Meinung scheintdie Veranlassung zu der lateinischen Benennung alumenruxeum und zu der französischen slum <le Roch« gewe.seit zu seyn. Noch Andere vermuthen, der Name stammeganz unmittelbar von den Alaunsteinen (alum rocks)aus den bekannten Minen zu Tolfa bei Civita. Vcchia ab,wo man lange Zeit den reinsten Alaun gewann, viel rei-ner, als von irgend einer andern, jetzt in Europa existi-rendcn Alaunmine, und jene Alaunmine sey von Johannde Castro entdeckt worden, einige Jahre später, als For-dis aus den, auf Ischia gefundenen Alaunsteinen, Alaunzu bereiten angefangen hatte. Von dieser merkwürdigenEntdeckung, welche unter Pabst Pius dem Zweiten sichereignete, haben wir eben diesem Pabst eine umständlicheNachricht z« verdanken, welche man in Pii Secundi Com-ment. rerum niemorab. quae temp. suis contingerunt.” eto.Francos. 1614. Fol. p. iSd findet *).
*) Bcckmann gab diesen Bericht in einem Auszuge; das Wesenttlichstc desselben ist folgendes: „Dieser Johann de Castrowar ein Freund von Reisen, und hielt sich einige Zeit inKonstantinopel auf, wo er sich ein großes Vermögen erwarb,indem er Zeuge färbte, die w Italien verfertiget waren unddorthin verhandelt wurden; da er Gelegenheit hatte, sich gc-nanc Kenntniß von dem in dortiger Gegend in großer Mengevorkommenden Alaun zu verschaffen, und tüglich die Berei-tungsart des Alauns zu sehe», auch zu beobachten, von wel-chen Steinen oder Erden derselbe gewonnen wurde, so lerntecr diese Kunst. Als der Staat um das Jahr 145; vonMahv-met U.', Kaiser der Türken, erobert und geplündert wurde,verlohr Joh. »l> Castro all' sein Eigenthum, doch er entrann»och glücklicher Weise dem Schwerd dieses grausamen Vol-kes, und kehrte nach Italien zurück, wo er vom Pabst PiusdemH>, dem er verwandt related) war, aufgenommen wur-de, und zu einer Entschädigung für seinen Verlust das Amt