Band 
Erster Band.
Seite
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das eine bleibt durch ein Prisma gebrochen unverändert,wahrend das andere veränderlich ist und sich in seine Be-standtheile , nemlich in Roth und Gelb auflöst. Auf dieseArt können noch andere nahe liegende gleichartige Farben,neue Farbengemische bilden re. Wenn zu einer so zusam-mengesetzten Farbe andere Farben in hinreichender Mengegesetzt werden, so wird erstere allmählich überwältiget, undes entstehet weiß, oder irgend eine andere Farbe.

Wenn mit der Farbe eines homogenen Lichtstrahls dasweiße Sonnenlicht, welches ein Gemisch von allen einzcl-neu gefärbten Strahlen ist, sich vereiniget, so verschwindetoder ändert sich die Farbe keineswegs, sie wird nur ver-dünnt/ und diese Verdünnung nimmt mit der Menge desdamit vermischten weißen Lichtes zu. Wenn endlich Rothund Violett vermischt wird, so entstehen, nach den ver-schiedenen Mischungsverhältnissen, verschiedene Abstufungenvon Purpur, auf eine Art, wie dieß unter den einfachenLichtstrahlen nicht statt findet. Durch Vermischung diesesPurpurs mit Gelb und Blau können wieder andere neueFarben hervorgebracht werden. Weiß, und alle graue Far-ben, zwischen Weiß und Schwarz, sind zusammengesetztaus andern Farben; und das weiße Sonnenlicht ist ein Ge-misch von allen ursprünglichen Farben in gehörigem Ver-hältnisse. Um dieß anschaulich zu machen, erzeugte New-ton die weiße Farbe zuerst durch Vermischung oder Wie-dervereinigung mehrerer prismatischer Farben, und dann,wie er versichert, durch Vermischung verschiedener gefärb-ter Körper in einem richtigen Verhältnisse *).

*) Diese letzte Versicherung scheint unglaublich, wenn nicht diegefärbten Körper alle durchsichtig waren. Ich bin überzeugt,ein Maler wird nie im Staude seyn, aus einer oder mehre-ren uiidurchsichrigen Farben Weiß hervor zu bringen, es mag