Band 
Erster Band.
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wurden, die er mittelst eines schwachen Seifemwassers her,vorbrachte, suchte er die comparativen Dicken von Luft,Wasser und Glas, linker welchen die verschiedenen erwähn,ten kreise oder Farbenordnungen erschienen, mathematischzu bestimmen. Die Thatsachen schrieb er in eine Tabelle,woraus sich das merkwürdige Resultat ergab: daß ahnli.che Farben in den verschiedenen Ordnungen vorkam,men, und einmal über das andere bei sehr gro.ßer Verschiedenheit von Dicke wieder vorkom.men, ein Umstand, welcher nach meiner unmaßgebliche»Meinung unwiderlegbar beweiset, daß, obgleichdie Dicke eine von den Ursachen der wiederhol,ren Abwechslungen von Farben seyn mag, siedoch nicht die einzige Ursache davon sey, wieNewton vermuthet *). Es war damals in der Naturwis.senschast gewöhnlich, daß man chemischen Wirkungenmechanische Ursachen zum Grunde legte; die Alkaliendachte man sich bei der Neutralisation mit Sauren wie eineSchwerdtklinge, die in ihre Scheide gesteckt wird; und demgelehrtesten Naturforscher jener Zeit gefiel es, eine me-chanische Erklärung der Gifte zu schreiben. Mirdür.fen uns daher nicht wundern, wenn Newton bei diesemGegenstände sich selbst im Wege war, zu einer Zeit, woder ganze Schatz seiner chemischen Kenntnisse wie ein ignis

Es scheint, als wenn Newton diesen Cinwurf gegen seineHypothese vorhcrgesehcn habe, und demselben dadurch begeg-ne» wollte, daß er das Daseyn verschiedener Farbenord-gen, wie er sie genannt hat, voraussetzte, deren jede dadurchgedacht wurde, daß das Erscheine» von Roch, Dränge,Gelb n. eine sehr verschiedene Dicke des Körpers voraussetze,um die ncmiichcn Farben in der andern Ordnung hervorzu-bringen. Dieß war indessen eine bloße Vermuthung, die ansich unwahrscheinlich ist, und einer Menge von Thatsachenwiderspricht, wovon in der Folge die Rede seyn wird.