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doch in einem andern Sinn ist die Sache zum Theil wahr, -zum Theil aber falsch zugleich; denn beide (Sauren undKalten) sind fähig viele Substanzen aufzulösen, und wenn -ein Stoff von dem einen aufgelößt wird, so wird er ge. >wohnlich von dem andern niedergeschlagen oder zersetzt.
Die Wirkung, welche Newton den Kalten zuschreibt, isthäufiger noch die der Sauren, obschon die Veränderungenganz anders sind, als die, welche sie im Veilchensaft her-vorbringen. Noch musi bemerkt werden, Newton selbsthabe zugegeben, daß diejenigen Substanzen, die er fette,schweftlige und ölige, Körper nannte, im Verhältniß ihrerDichtigkeit die sirahleubrcchende Eigenschaft in einem zwei-oder dreimal höher» Grade besitzen, als andere Körper imVerhältniß ihrer Dichtigkeit; was unvereinbar mit demSchlüsse zu seyn scheint, den er gleich darauf macht, nein-lich, daß bei Hervorbringung aller Farben natürlicher Kör-per weiter nichts in Anschlag kommen könne, als die Ver-schiedenheit an Gestalt und Dichtigkeit der Lhcilchen *).
sen und verdünne», neue Verbindungen bilden; und wennKalicii rtlederschlagen und verdicken, so bewirken sie immerZersetzungen und neue Verbindungen, was durchaus unver-träglich ist mit den mechanischen Wirkungen, durch welcheNewton die Farbenveranderungen zu erklären suchte.
*) Seitdem ich meine Einwürfe gegen diesen Theil der New-tonischen Lehre bekannt gemacht habe, äußerte Dr. Aoungint ersten Bande seiner Naturlehre S. 469 folgende Bemer-kungen in Hinsicht der Newtonischen Farben-Theorie.
Newton meint, die Farben natürlicher Körper seyen imAllgemeine» gleich den Farben ihrer Platten (places) undwürden von der Größe der Thcilchen bestimmte Ware dieseVermuthung allgemein wahr, so könnte» wir durch Refrak-tion die Farben natürlicher Körper stets in eine Anzahl vonverschiedenartigen Theilen mit dazwischen liegenden dunkelenZwischenranmen absondern; denn jeder Theil einer dünnenPlatte, welche ein gefärbtes Ansehen hat, bietet, durch ein