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Erster Band.
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vor Christi Geburt , gebracht haben. Der Kaiser Helioga.balus soll der erste gewesen seyn, der beiläufig 440 Jährespater ein Holosericum , oder ein ganz aus Seide verfer-tigtes Kleid trug, diese Bequemlichkeit wurde damals seltenmit etwas geringerm als mit Gold ausgewogen, und esheißt, wenn ich nicht irre, bei Vopiscus/ daß der KaiserAurelian das dringende Gesuch seiner Gemahlin um einenseidenen Rock als etwas zu kostbares abgewiesen habe. Umdas Jahr 550 brachten zwei Mönche aus Indien eineQuantität Eier vom bombyx mori nach Konstantinopel,welche sie sorgfältig in hohle Röhren gelegt hatten. DieseEier wurden durch die Warme eines Misthaufens ausge.brütet, und die Larven fütterte man mit den Blattern derwilden Maulbeerbaume. Auf diese Art vermehrten sich dieSeidenraupen sehr schnell unter der Fürsorge des KaisersJnsiinian im Pelopones und in andern Theilen Griechen,lands *), von wo aus sie nachher nach ©teilten und in an-dere Lander Italiens gebracht wurden 3 *). Im igten

*) Dergl. Procopius. Lib. IV. Cap, 17. de Bello Gothico.

ji) Dusch in seinem Handbuche der Erfindungen liefert eine Zu-sammenstellung der glaubwürdigsten Nachrichten, lwclchc vonden ältesten Schriftstellern an bis auf unsere Zeit über dieSeide mitgetheilt werden, wie dieselbe nach Griechenland,Italien und dem übrige» Europa aus den MorgenländernPersien und China zu uns gekommen sei. Wir glauben dieseZusammenstellung dem Werke unsers Herrn Verfassers anrei-hen zu dürfen, zumal da uns derselbe fast ausschließlich nurmit den Nachrichten, welche er aus Plinius gezogen, unter-halt.

Die Griechen und Römer erhielten ihre seidenen Waa-ren aus Ostindien, und zwar durch Persien-. Schon JuliusCasar bedeckte bei eiueiu Lustspiele big Schaubühne mit seidc.