thaten im darauffolgenden Jahrhundert die Florentiner.Späterhin brachten die Mauren (Moors) nach Spanien
erobert wurden, erbeutete man sehr viele Seide. Roderichnahm auch etliche Tauiend griechische Seidensabrikanten mitsich, und ließ durch sie in Palermo und in Kalabrien die er-sten ordentlichen Seiden - Manufakturen anlegen; so kam derSeidenbau aus Griechenland nach Sicilien und Kalabrien,und von da in das übrige Italien. Im Jahr n;; wurdeschon das Pluviale oder der seidene Mantel, der bei der Kai-serkrönung gebraucht ward, in Palermo gemacht. Aus Ita-lien kam der Seidenbau zuerst nach Spanien. In Frankreichfindet sich die älteste Spur von dem Gebrauch der Seide un-ter Karl dem Große», zu dessen Zeit die Offiziere und Hof-leute , welche ihm in dem Hcerzuge nach Italien folgten, ausdiesem Lande seidene Kleider mitbrachten, welche mit weichenFellen, die durch die Venctianer aus der Levante kamen, ge,füttert waren; sie bedienten sich derselben anstatt der bishergewöhnlichen Lamm-, Fischotter - und Katzenfelle. Karl derGroße erließ er verschiedene Gesetze dagegen, welche sich un-ter seinen Kapitularien befinden. Im Jahr i;oi fehlte es inFrankreich noch gänzlich an goldenen, silbernen und seidenenZeugen. Nachher brachten die Italiener dergleichen dahin.Im Jahr 1470 legte Ludwig xi. zu Tours die erste Seidcn-Manusakkur in Frankreich ^an, wozu er die Arbeiter aus Ge-nua, Venedig, Florenz und Griechenland kommen ließ. Hein-rich der Zweite ließ in Frankreich weiße Maulbeerbaume an-pfianzcn. Durch die innerlichen Kriege verfielen hernach dieSeiden - Manufakturen in Frankreich , bis sie Heinrich derGroße wieder herstellte. Olivrer de Severs erfand die Kunst,aus der Rind« des weißen Maulbeerbaums Seide zu ziehen.Auf Verordnung Heinrichs des Vierten machte er in demGarten der Tuillerien seine Versuche ins Große, und 160;beschrieb er seine Erfindung in einer besondern Schrift.Neuerlich sind Herr Guardia und Don aus Valencia wiederaus die Methode gekommen.