Band 
Erster Band.
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Die Fasern der Baumwolle sind verschieden, nicht blos inHinsicht ihrer Lange, Feinheit und Starke, sondern auchin Hinsicht ihrer Farbe 3<1 ).

36) Raynal sagt tu seinem großen Werk über beide Indien vonjdem Bim der Baumwolle: Die Staude, die unsern Manu- jfakturen die Baumwolle liefert, erfordert einen trockenen und lsieinigten Boden. Sie liebt ein schon angebautes Erdreich, jnicht als ob die Pflanze in einem neuen Grund schlechter, als jin einem schon gebrauchten sortkoinme, sondern weil sie injjenem mehr Holz, und weniger Früchte treibt. j

Die Lage der Morgenländer taugt ihr am besten. Im'«März, im April und wahrend der ersten Frühlingsregcn fangt!man den Bau der Baumwollenstaude an. Man macht Löcher, jdie sieben bis acht Fuß von einander entfernt sind, und wirft 'eine unbestimmte Anzahl Saamenkörner hinein. Wenn sie .fünf bis sechs Zoll hoch gewachsen sind, so werden alle Stalln,me bis auf zwei oder «drei der stärksten ausgerisscn. Diesenwerden vor dem Ende des Augusts zweimal die Spitzen ab-gebrochen, eine Vorsicht, die um so'nothwendiger ist, weilnur die Triebe nach dem lezten Schnitt Früchte tragen, undweil, wenn man die Staude über vier Fuß hoch wachsen ließe,das Einsammeln iveniger bequem, und doch nicht reichlicherseyn würde.

Zu ihrem guten Fortkommen ist nöthig, daß das umdie Staude wachsende Unkraut sorgfältig ausgerottet werde.Die häufigen Regen sind ihr gut, wenn sie nicht beständig an-halten. Vorzüglich müßen die Monate März und Aprilsworin die Erndtc geschieht, sehr trocken seyn, wenn t>ieBaumwolle nicht gefiekt oder röthlich seyn soll.

Um diese Staude zu erneuern, schneidet man sie allezwei bis drei Jahre bis auf die Wurzel ab, die alsdann meh-irere neue Schößlinge treibt. Sie tragen drei- oder fünflap-llpigc Blätter, die wcchftlswcise auf den Zweigen stehen, undlunten Blattansätze haben. Nach acht oder nenn Monaten er-!scheinen gelbe, rothgcstreifre, ziemlich große Blumen, die in,Ansehung ihres Baues und. der Anzahl ihrer Geschlechrstheile