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verursacht auch diese eigenthümliche Struktur etwas in der lBildung und Anzahl der Poren , wodurch die Baumwolledie Eigenschaft erhalt, Farben besser anzunehmen und fest.zuhalten, als Lein, obgleich nicht so gut wie Wolle und \Seide, weil ihre vegetabilische Natur eine andere Anzie» ihungskraft zu den Pigmenten veranlaßt.
Mr. de Pileur d’Apligny hat zu erklären versucht, iwarum die Farben auf Seide, Baumwolle und Lein nichtso dauerhaft sind, wie auf Wolle, indem er annahm, daß \die Poren der drei erster« dieser Substanzen kleiner scren \als die der Wolle, und daß deswegen die Farbe! hei lcherr indieselben nicht so leicht und häufig eindringen könnten , wie :in die der Wolle. Es scheint aber gerade das Gegentheil ,wahr zu seyn, indem eS eben nicht schwer ist, auf Seide, 1Baumwolle oder Lein Farben zu befestigen, wenn sie topischkalt applicirt werden, ohne daß man nöthig hatte, die Po-ren künstlich zu erweitern, was doch beim Farben der Wollegeschehen muß- Die eigentliche Schwierigkeit besteht nichtsowohl im Annehmen der Farbe, als vielmehr im Festhal.ten derselben; da die Farbetheilchen so leicht in die nichterweiterten Poren eindringen, so können fie hernach auchnicht eingeschloßen, und darin durch eine Zusammenzichung ,der Poren festgehalten werden, wie dieß bei der Wolle der ;Fall ist. Wir wissen, daß man zweimal so viel Cochenillenöthig hat, um auf Seide die nemliche carmosinrothe Farbehervorzubringen, wie auf Wolle; dieß beweiset, daß dieSeide eine größere Quantität in sich aufnehmen könne, unddaß folglich ihre Poren wenigstens weit und zugänglich ge-nug seien; wir wissen auch, daß man die ungebleichte Baum- !wolle zur Türkrschrothfarberei vorzieht, weil sie eine bestan- idigere Farbe giebt; wahrscheinlich weil ihre Poren oder iZwischenräume vor dem Bleich. Prozeß weniger geöffnet 'sind, als nachher. Dieß ist auch der Fall mit der rohen