Band 
Erster Band.
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in gewißcr Beziehung bisweilen einfach und bisweilen zu«sammengesezt seyn, und sind es wirklich. Dieß gilt nichtblos von den prismatischen Farbe»/ sondern auch von sol-chen/ welche schon von Natur in den Körpern vorhandensind / oder durch Male»/ Färben u. dgl. mitgetheilt werdenkönnen. Das Eisen kann, wie bereits erinnert wurde,durch verschiedene Grade der Oxydation alle möglichen Far,benveranderungen hervorbringen; diese Farben werden alleeinfach oder zusammengesezt seyn; und so wird man denGolbpurpur , das Kupfergrün , und die übrigen Farben derverschiedenen Metalloxyde finden. Dieß gilt auch vom Dio.lett und Purpur aus Campeschenholz, vom Grün der Pflan-zenblatter rc. so wie vom Orange, welches durch Ouerci-tronrinde hervorgebracht wird, wie nachher gezeigt werdensoll. Auch die thierischen Farben bieten zahlreiche Beispielevon einfachen oder unzusammengesezten Farben dar/ Grün,Orange, Purpur und Violett; eben die gelblich weißeFlüssigkeit von murex und buccinum, von welcher der be-rühmte tyrische Purpur kam, geht schnell durch alle Schat«tirungcn von Gelb, Grün, Violett und Purpur, wenn sieder Sonne ausgesezt wird, und diese Farben müßen noth-wendig durchaus für einfache, und nicht für zusammenge-sezte, Farben angesehen werden 4o ). Aber auf der andern

gelb als ursprünglich gelten lassen, weil mit diesen die Fär-ber und Maler alle übrigen zusammensetzen können; und einneuerer Schriftsteller, der Duffays Meinung annahm, sagte,die prismatischen Farben seien unkörpcrlich c ) zu-

fällig und künstlich; die Farben der Maler und Färber hinge-gen seien körperlich, natürlich und fühlbar.

40) Dies ist keine nothwendige Folge; denn man könnte durchdie angeführte Beispiele eben so gut auch das Gegentheil be-weisen, indem alle die verschiedenartig gefärbten Oxyde, M<-