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IV. Abschnitt.
Von substantive» Farben aus dem Thier-reiche, und vorzüglich vom LyrischenPurpur.
— „Tyrioque ardebat murice lana.” Virgil. A«n. L. IV.
„Hiiic fasces securesque llomanae viam faci-unt: idemque pio majestate pueritiae est: di-stinguit ab equite curiam : Diis advocatur pla-candis: omnemque vestem illuminat: in trium-phali miscetur auro qua propter excusata etpurpurae sit insania.” Caii Plinii Secundi Histor.Natur. L. IX. C. 6o.
§ange Zeit hindurch war der Tyrische Purpur die berühm.teste und kostbarste von allen Farben, welche die Farbckunsthervorzubringen im Stande war; sie scheint auch unter denreichen und schönen Farben die erste gewesen zu seyn, wel-che man auf Wolle und Leinen dauerhaft zu befestigen wuß-te. Diese Farbe wurde aus einer weißlichen Halbflüssigkeitgenommen, die ein gewisses einhäusiges Schaalthier durchbesondere Organe absondert und in einem eigenen Behält-niß, womit jedes dieser Thiere versehen ist, sammelt; wirwissen aber durchaus nicht, zu welchem Zwecke für dasThier selbst diese Absonderung geschieht.
Die Nachrichten, welche uns die alten Schriftstellerüber das Schaalthier, das den Purpur lieferte, hinterlassenhuben, sind sehr dunkel und unbestimmt. Plinius hat unsindessen am meisten und am verständigsten darüber berichtet,obschon er bisweilen von andern Schriftstellern abweicht.
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