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Erster Band.
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welches zuerst mit Coccus (Kermes) carmosinroth gefärbtwo- den, hernach mit Lyrischen Purpur krankte, um eineFari^ hervorzubringen/ welche man nach dem Namen einerBlume Hysginus getauft habe; diese Farbe komme vikl mitCarmosin überein- Aber auch außer Coccus (Kermes) habeman noch andere Pigmente angewendet, theils zur Erspa-kling, und theils zur verschiedenen Schattirung der Puipuraund des Buccinums -, besonders sei dazu das Pigment vvmLiehen roccella, (Lrseille) angewendet worden; welchesPlinius unter dem Namen Focus marinus anführt, undeben damals in der Färberei stark im Gebrauch war, ob»gleich die schöne Purpurfarbe desselben schnell verschießt.Wirklich war dieses Liehen oder Moos in der Färberei soallgemein angewendet, zu und vor Plinius Zeiten, daß derName Fucus endlich für Färber - Pigment überhaupt in derFärberei gebraucht worden ist; anstatt einer Menge vonandern Belegen will ich nur folgende Stelle aus Catullus(de Nuptiis Pelei et Tetidos) anführen, mmlich:

„Tincta tegit roseo conchylis purpura Fuco.”

der Fucus aus Creta wurde am meisten geschäzt.

Plinius erzählt uns auch (Lid. XXII. Cap. 17.), daßdie Alkana Wurzel (anchusa tinctoria) ebenfalls als Grund«läge für die Purpurfarbe angewendet worden sei.

Durch diese und andere Mittel gab man der Purpur-farbe mannigfaltige Schatkirungen, einige davon spieltenmehr ins Blaue und andere mehr ins Carmosinrothe. DieVorzüglichsten davon hat Pliniuö im achten Kapitel sei-nes ein und zwanzigsten Buches angeführt; nachdem er vonder üppigen Kunst, die Wohkgerüche der natürlichen Blumendurch künstliche Gerüche zu übertreffen gesprochen hatte, sagter, daß man auch in der Färberei gelernt habe, die herr-lichsten Farben dieser Blumen nachzuahmen, und daß esvon diesen Farben drei Abtheilungen gebe; eine nemlich wo