gebe; eine andere näherte sich der Malve (Mallow) mit feiner Beimischung von Purpur, und eine dritte ähnlichesdem Spatveilchen („viola - serotina” wahrscheinlich der ipurpurfarbigen Gartennelke) diese nennt er die reichste Far. jbe, welche von der Purpurschnecke erhalten wird; und da-eher sagt er, Natur und Kunst streiten mit einander einen!gleichen Kampf. j
,, Paria nunc componuntur , et natura atque luxuria i
depugnant.” j
Verschiedene Schriftsteller erzählen uns Mancherlei {(und wahrscheinlich Fabelhaftes) von der Entdeckung dieser iPurpurfarbe. Einer davon schreibt sie einem Hunde zu,^welcher der Nymphe Lyros und einem gewissen Herkules,ihrem Liebhaber, am Ufer des Meeres folgte, eine Purpura ;im Stande fieng, und die Schaale mit den Zahnen zerbiß:als sich dadurch seine Schnautze mit dem Purpursafte färbte,bemerkte dieß die Nymphe, und sie äußerte ein starkes Ver-langen , ein mit diesem Pigment gefärbtes Kleid zu haben.Ihr Liebhaber, besorgt den Wunsch der Nymphe zu befrie.digeh, entdekte durch eine eigene Untersuchung, wie dieseschöne Purpurfarbe gewonnen, und durchs Färben mitge.theilt werden können *). Und von der Nymphe, die sich,zuerst mit dem so entdekten Purpur kleidete, und Tyros hieß,bekam wahrscheinlich die Farbe den Namen Lyrischer Purpur.Andere erzählen, daß diese Entdeckung vom PhönicischenHercules **) gemacht und hernach dem König von Phönicien
*) Virgll Cassiodorus Lib. I. U!!d Julius Pollux Lib. I. 4> Volisleiten! hat Polydor Vergil die Geschichte entlehnt. !
**) Christoph Hawkins in feinen erst neulich herausgekom-smeiici! Beobachtungen über den Zinnhandel in Kornwall, er-jwähnt auch von diesem Herkules, welcher der größte Phöni-ieische Schiffer gewesen seyn soll, und der erste, welcher Zinnaus den Cassiteriden oder Brittischen Inseln gebracht; in Hin,-!