benveranderungen zu erleiden/ und zulezt in Purpur über»zugehen. Diese Veränderung erfolgt jedoch weit langsamer»wenn die Stükchen, ohne ehvor befeuchtet zu seyn/ denSonnenstrahlen ausgcsezt werden; allein wenn sie in Was-ser getaucht werden, so erfolgen die Veränderungen so re-gelmäßig und leicht, wie bei der eben aus ihrem natürlichenBehältniß genommenen Substanz, und die Versuche, welcheich nun anführen werde, wurden alle mir der auf solcheArt auf Musselin oder Cattun getragenen und mehr alsjieben Jahre lang vor dem Licht geschüzten Substanz an-gestellt.
i. Ein so imprägnirkcs und vor dem Lichte bewahrtesCattunstükchen wurde in ein sehr kleines weißes Glasflasch«chen gethan; leztes wurde mit Salpetersäure, welche ungc.fähr mit der fünffachen Menge Wasser verdünnt wordenwar, gefüllt, und wohlverstopft den Sonnenstrahlen imSommer ausgesezt. Erst nach einer doppelt so langen Zeitals sonst (einer beiläufigen Schätzung gemäß) wurden diegelben Flecken grünlich, dann apfelgrün, und hernach dun-kel grasgrün; allein nach dieser Veränderung trat ein solanger Stillstand ein, daß ich zu glauben anfieng, es werdekeine weitere Veränderung mehr Statt finden; endlich aberkam eine blaue Schattirung zum Vorschein, dann folgte einDunkelblau und zulezt eine Purpurfarbe; der Sauerstoffder Salpetersäure verzögerte zwar offenbar den Farben-Wechsel, konnte ihn aber dessen ungeachtet nicht gänzlichverhindern. Der nemliche Versuch wurde wiederholt, mitdem Unterschiede, daß anstatt Salpetersäure, nun verdünnteSchwefelsäure, und dann Citronensaure genommen wurde.Es erfolgte eine ähnliche Hemmung des gewöhnlichenFarbenwechsels, welche jedoch nicht so lange dauerte; dasnemliche war auch der Fall mit Weinsteinsäure. Ein ähn-licher Versuch wurde auch mit unverdünnter Salz-