Band 
Erster Band.
Seite
252
JPEG-Download
 

*52

Berthollet Hat/ um den Werth von verschiedenenIndiz. Proben vergleichungsweise ausjumitteln, vorgeschla.

diesen folgte der Java - Jacatra, dann der Indigo - Lauronebst seinen Untersorten. Der Kastanien»Indiz aus Agra,so wie die feine Sorte Manilla-Indigo waren ebenfalls ge-schätzt. Unter den amerikanischen Sorten stund Guatamalaoben an, diesem folgte der untergeordnete Mexikanische, ausdiesen der Dvmingv und die übrigen Sorten der westindi-schen Inseln.

Der ostindische Java-Indiz wurde von der holländisch-vstindischen Compagnie zu uns nach Europa gebracht. Erkommt in Tafeln vor, wird in Ballen, Fradeln, Katten vonden Holländern genannt, gepakt und verschikt. Aus den Hän-den der Holländer kam der vorzüglichste Handel in die Händeder Engländer, welche uns aus ihren westindischen Besitzun-gen jährlich über eine Million Pfund abgeben, von welchenihre feinsten Sorten dem Guatamala gleich gesezt zu werdenverdienen.

Der in Amerika erzeugte Indiz wird durch die Eng-länder, Spanier, Franzosen, Holländer und Dänen zu unsgebracht. Den Guatamala-Indiz erhalten wir in ledernenSacken oder Balle», die mit Häuten umschlagen sind undSurrones oder Surronen genannt werden, wovon jede losbis300 Pfund Indiz enthalt.

Der Domingo-Jndig, welcher vorzüglich im nördlichenDeutschlaude unter den amerikanischen Sorten am häufigstenverarbeitet wird, kam über Bordeaux Havre de Grace, Nan-tes, Marseille und Hamburg in den deutschen Handel. Erwurde in den französischen Hafen erst sortirt, und unter ver-schiedenen Name» verkauft: als Flott Indiz, Feinblau Jndig,ordinair Indiz, gefeuerter Jndig, Stükchen Jndig u. s. w.Unter diesen Sorten ist der Flott Jndig der vorzüglichste. Erist gleich dem Guatamala, specifisch leichter als Wasser; die-sem folgt der feine blaue. Im Jahr 1770 lieferte St. Domingozwei Millionen Pfund Jndig.