so machte sie doch weder die Mischung selbst, noch den durchdas Aufbrausen bewirkten Schaum blau; sondern beide blie,ben grün, so lange sie in einem wohlverstopfren Gefäßevor dem Zutritt der atmosphärischen Luft geschützt waren.Ich fand also, daß die Salzsäure auf diese Art anwendbarsei, um das Kali vollkommen zu neutralisiren, ohne denIndiz unbrauchbar zur Hervorbringung einer blauen Farbe,oder einer grünen, wenn derselbe auf Gelb getragen wird,zu machen. Nur muß die Austragung schnell geschehen;wird aber das auf diese Art neutralisirte topische Blau ei«nige Zeitlang aufbewahrt, so sczt sich der Indig, welcherdes zu seiner Auflösung nöthigen Kali beraubt wurde, all»mählig großen Theils ab, und wird unfähig zur toxischenAnwendung. Es giebt aber, wie ich glaube, einen gewis-sen Grad, bis auf welchen das Kali neutralijirt werdenkann, ohne daß der Indig in beträchtlicher Menge, oderschon in einigen Wochen ausgeschieden werde, und welcherdoch hinlänglich ist, das Kali zu hindern, auf die gelbenFarben, auf welche das Blau getragen wird, schädlich ein-zuwirken ’ 11 ).
Die Flußspathsäure, auf die nemliche Art angewen-det, entsprach dem Zwecke eben so gut, wie Salzsäure;und nun finde ich, daß dieß auch bei der Schwefelsaureund einigen andern Säuren der Fall ist; es ist also in die-ser Hinsicht keine Gefahr einer Wiederbelebung des Indigdurch Vermischung einer dieser Säuren mit dem toxischenBlau vorhanden, wie ich früher aus einigen nicht hinrei-chend genauen Versuchen geschlossen hatte; denn die Ver-wandtschaft der Indig - Grundlage zum Sauerstoff ist nicht
71) Dieses verhalt sich wie bei dem toxischen Blau, welchem,ivie in der ersten Anmerkung angegeben, genugsam saljsauresZinn zugesetzt wird.