Band 
Erster Band.
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blau sind, so besitzen die Farben derselben doch nur wenigDauerhaftigkeit/ vorzüglich diejenigen, welche mit reinenKalien, sowohl Feuerbeständigen als Flüchtigen, bereitet sind/indem sie bald von selbst grün und zulezt farblos werden.

Wenn die Indiz. Grundlage, nachdem sie hinreichenddesoxydier ist, in Kalk oder Kalien aufgelöst wird, so bil-det sie damit keine dauerhafte Verbindung, und wird nach.her ausgeschieden und hergestellt, ohne eine wahrnehmbareVerletzung oder Veränderung erlitten zu haben. Alleindie Wnkung ist ganz anders, wenn diese Grundlage durcheine Saure aufgelöst worden. Wahrscheinlich erleidet siemi' Schwefelsaure die wenigste Veränderung, vbschon manschwerlich behaupten kann, daß der Indiz damit, selbst aufSckaaf. Wolle, eine feste Farbe hervorbringe; denn dieseFarbe ist, wie Haußmann bemerkt, sehr leicht durchSeife und kochendes Wasser auszuziehen und durch Kalienin ein Qlivengrün zu verändern, welches mehr oder weni-ger gelb ist, je nachdem das Kali mehr oder weniger ätzendwar; auch ist die Haltbarkeit dieses Blau's auf Leinen undBaumwolle so schwach, daß dasselbe schon durch fließendesWasser nach und nach daraus weggenommen wird.

Bergmann (dessen Arbeiten viel Licht über die Naturdes Jndigs verbreitet haben), schreibt den Mangel an bes-serer Beständigkeit des sächsischen Blau's der Anwendungeiner nicht hinreichend conzentrirten Schwefelsäure zu. Erbediente sich einer Säure, deren specifisches Gewicht zu demdes Wassers sich verhielt wie 1900 zu iooo, und nahmacht Pfund dieser Saure, um ein Pfund Indiz aufzulösen.Ich glaube aber, daß Bergmann über diesen Gegenstandim Irrthum war und daß Pörner der Wahrheit näherkommt, wenn er sagt, daß das beste Verhältniß zur Auf-des Indiz das vierfache Gewicht von gutem reinemVmy-.:': jsi; und daß bei einem großem Mengeverhältniß