gefärbte Wolle durch eine Auflösung des Braunsteins inSchwefelsaure nicht entfärbt wird-
Es ist mir nicht bekannt , daß man durch schwefelsau-ren Indiz, oder sonst durch ein Indiz - Präparat für sich,jemals eine schwarze Farbe hervorgebracht habe. Hr. JohnWilson, der zu den Fortschritten der Färbekunst in Man-chester vieles beitrug, hat behauptet, daß, obgleich ein Ue,bermaaß ivon Färbcstoff die intensive Starke einer Farbevergrößert, dcch ein wiederholtes Färben mit Blau keinSchwarz gebe. Ich habe indessen zwei Stükchen Tuch vormir, wovon des eine das dunkelste und reinste Schwarz be.sizr, das man vielleicht jemals gesehen hat, und das erstkürzlich von mir selbst mittelst schwefelsauren Zndig für sich,in ungewöhnlicher Menge angewendet, gefärbt worden ist;das andere beszt ein schönes Sächsischblau, und wurde vonersterem abgeschnitten, bevor dieses so viel von der blauenFarbe aufgenommen hatte, daß es ins Schwarze sich ver.wandelte. Auch fand ich neulich bei Verfertigung des topi«schen Blau's, daß ein kleines Stük Baumwolle, welchesich in die Mischung gebracht, und aus Versehen acht und
mit Schwsselsaure gemischt wird, ist derienigen Wirkung,obwohl in unem schwacher» Grade, ähnlich, welche die Salz-saure ausuit, nachdem sie mit Braunstein gemischt worden.Nach mciinr Einsicht taßt sich daraus vermuthen, daß in bei (den Gcmiscien die zerstörende Kraft von Etwas abhänge, wasvvmBrauntein herkommt; was jedoch gegenScheele'sundDavy's Au'ichc streitet, nach welcher die Salzsäure durchBeimischuu; von Büuuftein und Umwandlung IN vxydirteSalzsäure richts aufnimmt, sondern blos den Wasser-stoff verlien, welcher ehevor damit verbunden war, und derzu Folge au dieser Wasserstoff-Entziehung der ganze Unter-schied beruh, welcher zwischen Salzsäure und oxydirter Salz-säure Statt findet. Der Braunstein mir dem toxische» Blauvermische, >elebt den Indiz sehr bald, benimmt ihm aberNichts an ftner Farbe.