Ctfett versehen, Justin zwei langlichtc, eiförmige, meist blaue Samen,körnet stecken.
Die Blume stehet in einem kleinen eiförmige» Behältniße,das a»s vier eiförmigen bunten Blattern bestehet, in deren Mittesechs Fafcrchcn wachsen, davon vier so groß wie die Blatter derBlumen, zwei aber kürzer sind. Auf diesen sind länglichte Kölb-chen> die seitwärts stehen; in dem Mittelpunkte liegt der Grundder Frucht, der Stempel, welcher langlicht, an beiden iSeitc»«ckigt, und nicht höher, als die zwei kurzen Fascrchen ist; wenndie Blume und das Behältniß, worin die Frucht steht, abfällt, soist sie reif. Man hat unterschiedene Gattungen von Waid; der gc,meine brcitblatterichtc Feldwaid verdient allein die Achtung desLandmannes. Von dieser Gattung ist diejenige mit kleinen schma-len Blättern, wilder Waid genannt, wenig unterschieden. DerSaame ist nur etwas kleiner als vom vorigen; er tragt zwar auchguten Waid, doch kommt er dem vorher erwähnten nicht gleich.Der Landmann muß sich vor Vermischung der Saamcn hüten.
Die Wurzel ist dickholzig, groß, lang, und geht tief in dieErde hinunter. Zum Anbau des Waidkrautes in unserm Daterlan-de wird folgender Boden und nachstehende Zubereitung desselbenerfordert:
i) Die Erde muß leicht, schwarz, mild und fruchtbar seyn.Es tauFt sehr wohl ei» fettes und noch dazu gedüngtes Feld, odereine erst umgebrochene Wiese, oder ein kultivirter Waldboden.Nichts taugt weniger als ein stcinigter Boden oder ein Feld, daskeinen tiefe» Grund hat. Der Lage nach sind die Felder gut, iwel,ehe in der Ebene liegen; noch besser aber diejenigen, welche an dermittägige» oder Sommerseite einer Anhöhe liegen.
-) Zur Zubereitung der Erde gehört: daß man, -wenn dasFeld in der Ebene liegt, und das Wasser nicht von selbst abläuft,.Wasserfurchen mache, je nachdem das Erdreich mehr oder wenigergeneigt ist, das Wasser an sich zu halten; daß man das Jahr zuvor,ehe man Waid auf ein Feld pflanzet, dasselbe gut dünge und zwar,wo möglich, mit Schaafmist, hernach Waizen »der Zwiebeln n. dgl.darauf baue, und wenn die Acrndte vorbei ist, das Feld mir demPfluge, oder noch besser mit Spaten oder Hacke dreimal umarbeite.Das erste Mal geschiehet es im November, und dann im Februarund März oder April; vor der Saat ebner man das Feld, so daß