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Die Güte des Waids erkennt man an seiner grünen Farbe,da er mehr grüne als blaue Farbetheile führt, und an seiner Leich-tigkeit. Um ihn aber genau zu untersuchen, muß man ihn naßmachen, und sodann auf ein Papier streichen, worauf da» Krauteine hellgrüne Farbe von sich geben muß, welche das beste Zeichenfeiner Reinheit und Güte ist.
Je alter der Waid ist, desto besser ist er. Da aber die Lagerin Langensalza mchrentheils in zwei Jahren aufgeräumt werden, jewürde den Färbern, die sich dieses Produkt bedienen, zu rathenseyn, ihn wo möglich ; bis 4 Jahre und noch langer liegen zu lasssen, wo sie dann sicher, wie nran aus eigener Erfahrung weiß, miteinem Fasse mehr als sonst mit zwei färben können. (Siehe Diug-lers Journal für Zitz-, Cattun- und Judicnne - Druckerei rc. i8°6).
Chevreul, dem wir eine genaue chemische Zergliederung desIndiz verdanken, hat auch die Waidblatter und den Waid einergenauen Untersuchung unterworfen. Der Saft, den er durch Aus-pressen aus den Waidblättern erhielt, war dick, schleimig und vongrüner Farce. Der Rükstaud wurde nochmals zerstoßen, mit Was-ser angefeuchtet und gepreßt, dann alles filtrirt, wobei sogenanntesgrünes Satzmehl auf dem Filtrum blieb.
Der filtrirtc Saft besaß eine fahlgelbe Farbe, war schwachsauer, wurde an der Lust grün, und bedckte sich mit kupferfärbigenHäutchcn, welche auf dem Filter blaß erschienen, in der Hitze alspurpurfärbiger Rauch aufstiegen, und konzcntrirte Schwefelsäure,die sie auflöste, blau färbten, folglich Juoig waren, der durch Auf-nahme von Sauerstoff aus dem Dunstkreise sich aus dem Safte nie-derschlug.
Wurden Säuren der übrig gebliebenen Flüssigkeit zugesetzt,so wurde sie grün, daher die Gegenwart der grünen Substanz er-kannt wurde, welche sich als Bestandtheil des gewöhnlichen im Han-del vorkommenden Indiz gleichfalls vorgefunden hatte. Der Alko-hol stellte diese Substanz isvlirt dar. Chevreul überzeugte sich, daßdie grüne Farbe blos von der Verbindung mit der Säure herrühre,und an sich röthlich gelb, mit Kalien oder alkalischen Erden hinge-gen roth ist.
Wurde zu der rothen Verbindung mit Kali nach und nachverdünnte Schwefelsäure gebracht, so war, als schon die Schwefel-