Band 
Erster Band.
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schlagen, so wird die darüber stehende Flüssigkeit durch einen He-ber, oder auch durch einen an der Wanne angebrachten Hahn abge-zogen. Man laßt nun den blauen Satz in einen leinernen Spizbcu-tcl lausen, wodurch die klare Flüssigkeit ablauft, und der blaueIndiz zurückbleibt. Es ist hierbei zu bemerken, daß, wenn anfäng-lich die Brühe gefärbt durchläuft, man dieselbe so oft wieder auf-gießen muß, bis sie völlig klar ablauft. Wenn alle Flüssigkeit abge-laufen , gießt man auf den Spizdeutel zu wiederholten Malen rei-nes Wasser, um den Iiidigmederfchlag vollkommen auszulaugen,und ihn von allem anhängenden gelbfärbenden Stoffe zu befreien,und läßt ihn dann air einem schattige» Orte bei gelinder Wärmean der Lult trvknen.

Zum Abzapfen der gegohrcnen Waidbrühe wird ein gewisserZeitpunkt erfordert. Geschieht solches zu früh, so erhalt man we-nig Indiz; läßt man dagegen die Waidblatter zu lange in der Flüs-sigkeit stehen, so tritt der faule Grad der Gädrung ein, und derIndiz wird zerstört. Dieses ist auch der Fall, wenn man die schonabgezogene Brühe zu lange für sich stehen läßt. Ja selbst dann,wenn der Indiz sich schon abgefetzt hat, ist man der Gefahr seinesVerlustes unterworfen, wenn man die Brühe zu lange darauf ste-hen läßt.

Indessen darf man auch bei der ersten Entstehung der blauenHaut auf der Oberfiäche der gegohrenen Brühe nicht zu sehr mitdem Abzapfen derselben eilen. In einer warmen Temperatur derLuft erfolgt die Gahrung schnell, zuweilen in einem Zeitraum von15 bis iz Stunden, und dann ist die größte Vorsicht nöthig, «msie nicht in Fäulniß übergehen zu lassen. Ist die Luft kalt, so gehtdas Ganze oft in Fäulnis über, ehe man die Bildung einer blauenHaut gewahr wird.

Wenn der gegohrenen Brühe kein Kalkwasscr zugesetzt wird,so erhält man nur wenig Indiz; zu viel Kalkwaffer vermehrt zwardie Menge des Indiz, giebt ihm aber eine schlechte Beschaffenheit.

Nach jener Verfahrungsart wird ein Indiz erhalte», welcherdem Ost- und Westindischen an die Seite gesetzt werden kann.(Siehe Hcrmbstädt Grundriß der Färbekuust S. 365 f. DinglcrsJournal für Zitz-, Cattun- oder Jndienendruckerei, 4ter BandS. 316 rc.)