Band 
Erster Band.
Seite
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schon sie weniger beständig zu seyn schien / als ich bei mei-nen vorigen Versuchen in Snrinam geglaubt hatte.

Seit meiner Zurükkunft nach London stellte ich zwek-maßige Versuche mit der zerschnittenen und getrocknetenFrucht der Gardenia Genipa «N/ welche, wenn gleich mehrals sieben Jahr seither verflossen sind, noch immer ih'e dun-kelblaue Farbe behielt, die offenbar von ganz andern Grund,sahen abhängt als beim Jndig; denn sie ist auflöelich so-wohl in Soda als in Potasche allein, und wenn Kalkund Operment beigemischt ward/ so erfolgte keine Veran.derung der Farbe (von Blau in Grün) was eine Lesoxy«dationsfahigkeit angezeigt haben würde. Schwefelsaurescheint die blaue Farbe zu erhöhen, wie dieß beim Jndigder Fall ist. Aber diese Mischung scheint keine Der«wandtschaft zu Substanzen aus dem Pflanzenreiche zu be.sitzen (was dem schwefelsauren Jndig ganz unähnlich ist)und auch mit thierischen Körpern so wenig verwandt zuseyn, daß Tuch, welches lange in der blauen Flüssigkeitgekocht wurde, nur eine schlechte Drap. Farbe annahm.Der Saft der Frucht, welcher bereits blau geworden ist,scheint nicht mehr fähig zu seyn, die Finger dauerhaft zufärben. Dasjenige, es mag nun seyn was es immer wolle,was das Blauwerden des Saftes veranlaßt, bevor derselbemit der Haut in Berührung kommt, macht denselben her.nach unfähig, von thierischen und vegetabilischen Substan»jen angezogen zu werden. Salpetersäure verwandelt dasBlau in Gelb, wie dieß beim Jndig der Fall ist.

Mehrere Schriftsteller haben versichert, daß die Fruchtder Gardenia Genipa, wenn sie reif ist, eine gelbe Farbeannehme, und die Fähigkeit blau zu werden verliere. Obdiese färbende Eigenschaft etwas gelitten habe durch daserwähnte Aufbewahren meiner Früchte bis zur Annäherungder Faulniß (welche ähnlich wirken mag wie die Reife),