Band 
Erster Band.
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Späterhin prüfte ich die vom Urheber diieser Entdeckungempfohlenen Methode, indem ich das gelUuch. braune Pig-ment von dem gepulverten grünen Indig duirch wiederholteAbwaschungen mit heißem Wasser sonderte, und dann rei-nes atzendes Kali anwendete, um den Rückstand aufzulösen.Auf diesem Wege erhielt ich eine Auflömmg, welche aufSchaafwolle eine helle Oliven« oder Apfeigrüne Farbe gab;ich fand indessen, was ich zum voraus vcrmmthet hatte, daßsich vom wahren Indig selbst nichts auflöste, was auch inBengalen eben so wie bei mir der Fall seyn: mußte, indemder Indig, wie bereits oben erläutert wurde, im ätzendenKali allein unauflöslich ist; wirklich gesteht der Entdeckerdieser Zubereitung in dem Schreiben, welches er von Ben-galen nach England überschickt hatte, mit aller Aufrichtig-keit, daß er niemals im Stande gewesen sei, den vermeint-lichen „grünen Indig gänzlich aufzulösen, indem immer einebeträchtliche Menge auf dem Boden des Gefäßes zurück-blieb." Dieser unauflösliche Rückstand, (welcher bei allenin Bengalen angestellten Versuchen nicht weiter berücksich-tigt oder gar weggeworfen worden zu seyn scheint) ist, wieich durch fernere Versuche fand, wahrer Indig. Denn alsich die mit atzender Lauge gemachte Auflösung abgoß undden Rückstand so lange mit atzendem Kali und kochendemWasser behandelte, bis die Lauge ganz farbenlos wcggieng,und dann auf den Rückstand Salzsäure goß, um noch rück-ständige fremdartige Theile aufzulösen, welche vom kalischenAufiösungsmittel unangegriffen blieben, so erhielt ich zulezteine beträchtliche Menge Indig von mittlerer Güte. Ichlöste davon einen Theil mit Schwefelsäure auf und erzeugtedamit auf Schaafwolle ein gutes Sachsischblau, ohne daßdie Farbe mehr ins Grünliche übcrgieng, wie dieß bei mei-nem ersten Versuche der Fall war; den andern Theil lösteich mit Potasche, Kalk und rothem Opermcnt auf, in der