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ES giebt zwei Abarten dieser Pflanze, wovon sich dieeine durch weit breitere Blatter unterscheidet. Bertholletsagt, daß in Aegypten der schmalblätterige Saflor angebaut,und von dort von Zeit zu Zeit in beträchtlicher Menge aus»geführt wird *). Von dieser Pflanze wird blos die Blu-me in der Färberei angewendet, welche zwei verschiedeneArten Färbesioff enthält, wovon die eine im Wasser auf-löslich ist, und auf Alaungrund adjektiv gefärbt, eine gelbenicht sonderlich schöne Farbe giebt; die andere Art Farbc,ffloff ist harzig, und wird am besten durch Feuerbestän-dige Kasten anfgelöst. Nur dieses leztere Pigment machtden Saflor für die Färberei schätzbar; es giebt eine rotheFarbe, die an Gefälligkeit und Schönheit, so wie an Kost-barkeit jede andere, selbst die von Cochenille übertrifft, nurdaß sie tu Hinsicht der Dauerhaftigkeit der lcztcrn sehrnachstehet.
Um die rothe Farbe auszuziehen, wird der Saflor ineinen leinenen Sack gebunden, und im reinen fließendenWasser so lange eingeweicht und gepreßt, bis alles gelbe-Pigment aufgelöst und ausgewaschen ist; die ehvor gelbenBlumen werden durch diese Entfernung des gelben Pig-ments roth. Nachdem dieß geschehen ist, werden die Blu-men wieder in eine Auflösung von reiner Soda eingeweicht,wovon man nur so viel nimmt, als gerade hinreichend ist,um das harzige oder schönrolhe Pigment aufzulösen und
kommnen, in welcher Hinsicht ch der neuern Zeit der HerrGeheime Rath Hermbstavt sich wesentliche Verdienste erwor-ben h.,t.
*) Niebnhr sagt. es giebt k> Arten Saflor, welche in Acgyrtenangebaut werden, und die jährlich erzeugte Menge beträgtgewöhnlich fmiliebtn bt» achkiehe» Tausend Zentner.