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Erster Band.
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Ray (Hist. Plant. I. S. 74) hat aus dem Imperatuseine kurze Beschreibung der Zubereitung der Orseille für dieFärberei geliefert; seitdem hat aber Micheli eine umständ-lichere Beschreibung bekannt gemacht, welche wahrscheinlichmit dem Verfahren übereinstimmt, welches bei den Floren»tiuern gewöhnlich war. Man gebrauchte dazu Menschen«Harn, und entweder Potasche oder Soda, womit die gepul«verte Flechte vermischt, in engen hölzernen Fässern einge«weicht, und einige Wochen lang der Eahrung überlassenward, bis sich der harzige Färbesioff durch Verbindung mitdem Ammoniak aus dem Harn gehörig entwickelt und auf-gelöst hatte; hernach ward die Masse noch im feuchten Zustan-de in dichten Fässern so lange aufbewahrt, und wenn esnöthig war, mit Harn oder Kalkwasser besprengt^ bis mansie zum Gebrauch in der Färberei anwendete. Statt Pot-asche und Soda hat man nachher Kalk genommen, so wieman auch verschiedene andere Flechten - Arten statt der ro»«11a oder orcbella in Anwendung gebracht hat: alleinnichts kömmt an Werth und Brauchbarkeit der Orseillegleich. Eines der besten von diesen Ersatzmitteln ist wahr.schcinlich eine Flechte, welche Imperatus (Hut. Nat. XXVII.cap. iO, beschrieben und abgebildet hat, und die in Candiaan der See auf Felsen wächst und Rubicula genannt wird.Diese Art ist nahe mit der orcheiia verwandt, und häufigdamit vermischt. Linns hat diese Art Liehen fucifoimisgenannt. Sie kömmt auch in Ostindien vor.

Die Franzosen haben wahrend mehrerer Jahrhunderteauf diese Weise eine Flechtenart angewendet, welche sieaus einer Verstümmlung des Wortes xierr« (Stein) pe«relle nennen, indem diese Flechte gewöhnlich auf vulkani.schen Steinen oder Erzeugnissen gefunden wird, und manhat allgemein geglaubt und angegeben, es sei dieß das Li-ehen pareiiu* des Linne. Allein aus einer Abhandlung,