Schattirungen und nehmen eine Nostfarbe an, welche mangewöhnlich Eisenrost (iron-mould) nennt. Ueberdießmache drese erhöhte Oxydation das Eisenoxyd bald atzend,es greift die Faser, welche dasselbe ohnehin durch eine Artvon Anhäufung in der Wolle, Seide, Baumwolle und Lein-wand spröde macht, so sehr an, daß sie brüchig wird, undan Haltbarkeit verliert. Es wird fast jedermann schon denBeweiß dieser Thatsache beobachtet und gefunden haben,daß die Flecken, welche man in der Leinwand Rostmahlenennt, weit früher Löcher durchfressen, ehe die Leinwandirgend anderswo schadhaft wird. Wird aber das Eisen inder Färberei blos als Basis für thierische oder Pflanzen-Pigmente gebraucht, so schwächen leztere durch ihre Ver-bindung mit den Eisentheilchen die Anziehungskraft dersel-ben zum Sauerstoffe und verhindern die Anhäufung durcheine Art Auscinanderhaltung der Eisentheilchen, wodurchdem erwähnten Drüchigwerden sehr vorgebaut wird. Dochhat man nur zu viele Ursache zu vermuthen, daß alle diemit einer Eifenbasis oder Rostbeige gefärbten Zeuge ebenwegen dieses Umstandes weniger dauerhaft sind, und wahr-scheinlich rührt von der Anwendung dieses Metalles dassogenannte Verbranntseyn her, worüber man bei denschwarzen Farben so allgemein klagt.
Hier will rch nun blos von derjenigen Anwendungdes Eisens handeln, wodurch man substantive Farben her«vorbringt; diese Anwendung beschränkt sich blos auf Leinenund Baumwolle, auf welche das Eisenoxyd sehr häufig an-gewendet wird, und zwar toprsch beim Catrundrucken umpartielle lederfärbige (bulk) oder rostgelbe Flecken oderFiguren hervorzubringen, und beim allgemeinen Farben umdas Nankin.Braun und die Lcderfarbe in ihren verschiede-nen Abstufungen nachzuahmen. Für beide Zwecke ziehtman die Auflösungen des Eisens in vegetabilischen Sauren