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den Eisenverbindung gebildet, besitzt zm vegetabilischen Faser einestarke Verwandtschaft (Affinität), so daß das Oxyd desselben mitder Faser, vorzüglich durch die Einwirkung des Sauerstoffgases un-sers Dunstkreises, sogleich eine Nanking- oder Chamvisfarbe au-nimuit, welche sich nach der Konzentrazion der angewendeten Eisen«Verbindung, bald schwächer bald stärker in ihrem Ton austcichnet.Hiebei wird die in Anwendung gebrachte Eisenvcrdindung zum Theilzersetzt, und dieses pflegt insbesondere bei denjenigen Verbindungender Fall zu seyn, wo die Säure zur Bildung des konkreten oderflüssigen Eisensalzes aus einer dreifachen Grundlage besteht. Jeneparzielle Zersetzung wird zum Theil auf dem Zeuge selbst hervorge-bracht , indem sich das Oxyd mit dem Gewebe zur substantiven Li-senfarbe verbindet, wodurch ein Theil der Saure nothwendigerWeise in Freiheit gesetzt wird. War es eine sogenannte Pflanzen-säure, wie Essig - oder Holziänre, so entweicht dieselbe zum Theilin den Raum des Dunstkreises. Wir werde» sogleich dieses Phä-nomen heller beleuchten.
Bringt man Baumwollen- oder Leinengewebe in eine trübeLosung des schwefelsauren Eisens mit Wasser, und bewegt die Waaredarin öfters hin und her, daß die Berührung und Aufnahme umso schneller und besser erfolgen kann, so werden sich sogleich alledie Flüssigkeit trüb machenden Molccüls (Eisen in einem gewissenGrade des Oxydazionszußandes) des Oxyds mit der Faser verbindenund der Flüssigkeit die verlerne Durchsichtigkeit wieder geben. DieAuflösung, welche vorher gelblich war, wird nun nach dem Gradeihrer Stärke eine mehr oder weniger grüne Farbe annehmen.
Der Einwirkung der atmosphärischen Luft ausgesetzt absorbirtder Eisenvitriol den Sauerstoff aus dem Dunstkreise, indem dasSauerstoffgas zersetzt wird, und der Sauerstoff desselben die Oxyda»zion des schwarzen Oxyds in einen Hähern Grad überführt. DieseAbsorption dauert ununterbrochen so lange fort, als das Oxyd ver-mögend ist, sich unter solcyc» Umständen im Maximum oxydiren zukönnen. Ein solcher mit Sauerstoff gcjättigter Eisenvitriol ist inder Färberei zur Auflösung des Indiz in der kalten Küpe ganz undgar unbrauchbar.
Unter denselben Verhältnissen können wir uns daher die Er-scheinung der nach und nach höher steigenden Oxydaziou einer sud-flaiitlven Eisenfarde erklären. Wird z. B. ein Stückchen Baunw