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Erster Band.
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Fur Darstellung der substantive» Eisenfarbnüancen ist dieseEisenbeitze vortrefflich, und zur Erzeugung schöner intensiver, dunk-ler Nüaneen der Eisenbrühe Nr. r um vieles vorzuziehen. Wirkommen nun an die

Eisenbrühen anderer Art.

Berthollet ertheilt folgende Vorschrift zu einer Eisenbeitze:Man nehme hundert Maas guten Essig, fünfzehn Pfund Eisenfeil-jpane, fünf und zwanzig Pfund altes Eisen, und drei Pfund Koch-salz. Den Essig ziehe man von Zeit zu Zeit ab, gieße denselbenaufs Neue auf, und fahre damit so lange fort, bis die Eisenbeitze«ine rvthbraune Farbe angenommen hat.

Berthollet säuert auch dünnes Bier oder schlechten Wein mitRoggenmehl, und bedient sich dieser Saure zur Auflösung des Ei-senoxyds. Zuweilen gebraucht er auch eine adstringirciide Pflanze,besonders die Ellernrinde, welche schon für sich die Eigenschaft be-sitzt, einen Antheil Eisenoxyd aufzulösen- Diese von Berthollet miradstringirendcn Pflanzen bereitere Eisenbrühe kann indessen blos alsBasis für schwarze und andere gemischte Farben angewendet werden.

Ein Ungenannter *) lehrt eine essigsaure Eisenauflösung (Li-senbeitze) ausfolgende Art darstellen: Zweihundert Kannen Essig,dreißig Pfund sehr rostige Eisenseile oder auch vier und zwanzigPfund gerosteces Eisen und drei Pfund Kochsalz, werden in eintiefes Faß gebracht, in welchem sich unten am Boden ein Hahn be-findet; hierauf zieht man einige Kannen davon ab, rührt damit achtPfund Roggenmehl zu einem dünnen Teige an, vermischt diesen,wenn er sauer geworden ist, mit einer neuen LZuantitat von der imFasse befindlichen Beitze, und schüttet es dann in das Faß. Sozieht man des Tags drei bis sechs Eimer ab, und schüttet sie allzeitin das Faß. Nach Verlauf ieines Monats kann diese Beitze ge-braucht werden, doch wird sie durch das Alter immer besser. 2stdie Beitze ganz abgelassen, so nimmt man alle Eisenfeile'heraus,und laßt sie, nachdem man sie vorher gut abgewaschen hat, wiederau der Luft rostig werden.

*) Die Kunst, baumwollene Gewebe mit achten und »machtenFarben zu drucken, S. rc. Eine der besten Schriften überRezepte der Farbe», die, obgleich sie schon über ein Jahrze-heud alt ist, mehr Werth als manches dickleibige Farbevuch hat.