Band 
Erster Band.
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sters erforderlich ist. Die dunkle Farbe wird in diesem Falle durchdas alkalische Bad, die hellere, erst spater aufzusetzende, aber durchein Kleien-, Kuhmist- oder Seifenbad gegeben, je nachdem es dergewünschte Ton derselben erfordert.

Muster, in denen außer substantiven Eiscnfarben noch andereSchattirungen von Farben vorhanden sind, welche durch das alkali-sche Salz inodificirt oder gar zerstört werden, eignen sich ihrer Naturnach nicht dazu, durch ein solches Bad genommen zu werde». Fürdiese empfehlen wir das heiße Wasser-, Kleien-, Kuhmist-, und inmehreren Fallen, wie bei Krapproth, insonderheit das Seifenbad.Der Zustand, in welchem sich das alkalische Bad nach dem Durchneh-mcn der Waare befindet, ist leicht erklärbar. Ein Theil der freienSaure verbindet sich mit einer gehörigen Porzion Kali zum Ncutral-salz, wahrend ein anderer Theil des alkalischen Salzes die von denZeugen abgezogene Eiscnvcrbindung gleichfalls zerlegt, ei» Neutral-salj bildet, und das Eisen als ein kalihaltigcs Eiseuhydrat, mit etwasKohlensaure verbunden, theilweise aus der Flüssigkeit niederschlägt.Ein anderer Theil Eisen bleibt in dem noch freie» Kali als kalihalri-ges Eisen in der Flüssigkeit gelöst.

v) D a s k a ust i sch e K a l i bad. In Fallen, wo keine andernFarben als nur substantive Eisenschattirungen das Muster ausmachen,kann man sich mit Vortheil des kaustischem Kalibades bedienen; aufzehn Stücke Caliko von der oben bestimmten Breite und Länge berei-tet man das kaustisch - alkalische Bad aus drei Pfunden guter Pot-asche und einem Pfunde guten frisch gebrannten Kalks, welche Laugeim abgeklärten Zustande angewendet wird. Hierauf läßt man eineWanne verhaltnißmäßig mit Wasser anfüllen und dieses lau von etwaio — !--- Reaumür anwenden.' Don der Lauge wird nun so viel,als zwei Stücke im Verhältniß zur ganzen Parthie erfordern, hin-zugebracht und die Waare 8 bis io Minuten lang hin und wieder ge-haspelt. So verfahre man mit Zugabe von Lauge so lange, bis dieganze Parthie durchgenommen ist. Nach diesem Bade werden dieStücke gelüftet und nach einiger Zeit am Bache recht rein ausgewa-schen. Die Erscheinung der thcilwetsen Zersetzung der mir Saurehvchvryrirten Eiscnauflösung erfolgt auf dieselbe Weise, wie bei demmilden Kali, nur tritt hier keine Kohlen aure ins Spiel.

E) Das Kalkwasserdad. Dieses wirkt seiner Natur nachmit den kalischen Badern ziemlich gleichartig. Um dasselbe zu erhal-