465
che man enitUtt wollte. Nach dieser Methode kann man die Farbevon dem schwächsten big j« dem höchste» Ton disponiren, weiche-leztere noch schneller erreicht wird, wenn man die Quantität Eisen-vitriol «vermehrt. Um den Grund ganz gleichförmig fleckenlos znerhalten, darf man nicht vergessen das abwechselnde Einbringen indie verschiedenen Bader zu wiederholten Malen zu erneuern, unddie Waare nach jedem Bade gut zu lüften, das ist, an der freienLuft aufzuziehen und gut auszuschlagen. Es versteht sich «brigcnsvon selbst, daß jedesmal das lezre Bad das Kalkwasserbad seyn muß.Nach dem Farben hangt man die Waare, wenn sie zuvor einigeZeit der Einwirkung des Dunstkreises dargeboten worden, einehalbe Stunde in den Fluß oder Bach, und läßt sie walken, gutwaschen und reinigen. Beim Färben richtet man es so ein, daß,wahrend ein Stück Waare aus dem ersten Bade zum Lüften gebrachtwird, ein zweites u. s. f. in das Bad kömmt, dem man einen fri-schen Zusatz von Eisenvitriol und Kalkwasser giebt. Durch diese«Verfahren wird man in den Stand gesetzt, alle mögliche Schatti-rungen eines gleichgcfärbten Grundes zu erhalten; und da die Waarejedesmal unabgetrockner wieder in das eine oder das andere Badgebracht wird, so vermeidet man dadurch alle Flecken oder Streifen,die um so eher entstehen, wenn die Waare, mit der Eiscnverbin-düng imprägnirt, abgetrocknet, und dann erst durch ein Abzichungs-bad genommen wird. Bei diesem Verfahren erscheint der Grundum so gleichförmiger und intensiver von der schwächesten bis zu derstärksten Farbenabstufung, wen» die Eisenverbindung verschmachtangewendet, und das wechselseitige Durchnehmen in den zwei ver-schiedenen Flüssigkeiten mehrere Male wiederholt wird. DiesesVerfahren ist hier als ein Beispiel angegeben, nach welchem sich nunjeder Künstler selbst, in dem ihm beliebigen quantitativen sowohlals qualitativen Verhältnisse, der verschiedenen Eisenverbindungcnund Bader mit Leichtigkeit zur Erzeugung seiner verschiedene» Ei-senfarbschattirungen bedienen kann. Chaptal hat vorgeschlagen, denLösungen der Ersenvrrbindungen Thvnerdenbasis zuzusetzen, um dasrauhe Anfühlen der Waare, welche mir substantiver Eisenfarbe im-prägnirt worden, zu vermindern. Dieser Vorschlag ist vollkommengegründet; denn bei Anwendung des schwefelsauren Eisens ist dieschwefelsaure Thonerde, und bei der des essigsauren Eisens die esflg-saure Thonerde in dem Verhältniße von sechs bis acht Theilen Ei-
Gg