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Erster Band.
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etwas dauerhafter war als die Cochenillefarbe, wovon mirder Grund nicht sowohl in der Verschiedenheit des Farbe-stoffes dieser beiden Insekten, als vielmehr in dem zusam-menziehende» Pflanzenstoffe, oder dem Eichensafte, dersich immer im Kermes befindet, zu liegen schien.

Als meine erste Auflage bereits erschienen war, ver-schaffte ich mir eine hinreichende Menge Kermes aus demsüdlichen Frankreich und versuchte, denselben mit beinaheallen metallischen und erdigen Basen oder Beitzen und fastimmer mit ähnlichen Resultaten, als ich mit denselben Ba-sen oder Beitzen von der Cochenille erhielt, wovon ich nach-her Nachricht geben werde. Ich schließe demnach daraus,daß der thierische Bestandtheil der Kermesfarbe dem derLochenillefarbe genau ähnlich sei.

Zweiter Artikel. Coccus Polonicus Pol-nische Cochenille.

Dieses ist ein kleines rundes Insekt, das in mancherHinsicht dem Kermes ähnlich ist, und fast zu denselbenZwecken gebraucht wurde, bis die Einführung der CochenilleVeranlassung ward, daß der Gebrauch desselben wenigstensin dem größten Theil von Europa aufgegeben wurde. Mansammelte sie hauptsächlich in der Ukraine und andern Pro-vinzen von Polen (wo sie Czerwiec heißen) und Li'hauen,wo man sie an den Wurzeln des deutschen Knotgraß oderdes perennirenden Knauel oder Knawel (sclsrsmtrus xorsn-nis Lin.) findet. Das Männchen allein wird durch eineVerwandlung, wie der männliche Kermes, eine Fliege, abernur mit zwei Flügeln, welche weiß und mit rothen Rän.dern versehen sind. Die von den Männchen geschwänger-ten Weibchen nehmen an Umfang zu, und nahen sich derZeit des Eierlegens bald nach der sommerlichen Sonnen-wende, zu weicher Zeit sie den größ.en Verrath an einem