der Größe einer Erbse, die einer seinen Baumwolle ähnlichsind, deren Gewebe aber so zart ist, daß solches vom sanfte-sten Winde zerstört wird.
Um die Larven jenes Insekts zu sammlen, und sie alsdeutsche Cochenille zu gewinne», wählt man das Ende desJunius, weil späterhin seine Verwandlung in eine Raus«Statt findet. Zu diesem Behufe hebet man mittelst eineskleine» Spatens mit kurzem Handgriffe die Pflanzen aus derErde, nimmt die in Form von kleinen Beeren daran sitzen-den Larven ab, und setzt die Pflanzen, um solche vor Ver-derbniß zu schützen, schnell wieder in die Erde. Die so ge-sammelten Larven werden nun durch ein Sieb geschlagen,um sie von der anklebenden Erde zu befreien, dann, um siezu todten, mit Essig oder auch heißem Wasser besprengt,und hierauf so schnell wie möglich an warmer Luft ge-trocknet.
Jene Sammlung geht indessen so langsam von statten,daß selbst der fleißigste Sammler in einem Tage nicht mehrals vier bis sechs Loth von jenen Larven zusammenbringt.Sollen daher die Sammlungskosten den Werth des Materialsnicht übersteigen, so ist es nothwendig, daß die zu seiner Er-zieluug bestimmten Pflanzen absichtlich dazu kultivirt werden.Die Sammlung muß aber spätestens gegen Ende des Juniusvor sich gehen, weil späterhin diese Larven beim Trockneneinen Zustand annehmen, der ihrer Anwendung beim Farbensehr nachtheilig ist.
Nach Burchhard *) giebt es außer dem vorher beschrie-benen Insekt noch ein anderes, welches sich vorzüglich anden Wurzeln der Mausöhrchen-, oder Katzenpfvttchen-, oderHabichtskraut-Pflanze (Hieracium pilo*«ilae) aufhält. Die-
*) Burchhards Sendschreiben an Herrn von Linn« über die deut-sche Cochenille. In dem neuen Hamburger Magazin 4r Band-;s Stück S. 48i bis 456 und 24s Scück S. 49s bis 52s, wo-selbst auch Abbridungen von beiden enthalten sind.