Band 
Erster Band.
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Selbsterhaltung, nicht mehr fähig ist, ohne Fortsetzung der-selben Pflege, welche zuerst ihre Verweichlichung bewirkte,zu bestehen, oder wenn sie ja Mittel findet ohne dieselbezu bestehen, dieß nur dadurch möglich wird, daß sie ihrFlaumenkleid und ihre ursprünglichen Gewohnheiten wiederannimmt, so daß sie nicht länger von jenen zu unterscheidenist, welche den wilden Zustand nie verlassen haben.

Nach dem Tode des Herrn Thiery de Menonvilleließ man den Stock feiner oder zahmer Cochenille, den erim Garten zu Port au Prince vervielfältiget hakte, durchNachlaßigkett zu Grunde gehen; die stärkere wilde Art, ob-gleich auch vernachlaßigt, fand jedoch Mittel zu bestehen,und kam unter die Aufsicht des Herrn Brüley (Substitu-ten des dortigen General.Prokurators), welcher aus denUeberbieibseln von Hrn. Menonville's Anstalt eine Pflan-zung zur Erziehung und Vervielfältigung jener Insektenbildete, von denen er eine bedeutende Zahl im Jahre 1787an den französischen Seeminister in Paris sendete. AufErsuchen dieses Ministers ertheilte die königliche Akademieder Wißcnschaften dem Hrn. Berthollek und drei andernGliedern den Auftrag, schickliche Versuche damit anzustel-len. Diese wurden unter der Aufsicht dieser Herren in derberühmten Manufaktur der Gobelins zu Paris vorgenom,men, und das Ergebniß derselben war, daß die wilde Co-chenille von St. Domingo beim Farben genau dieselbenFarben gab, wie die spanische feine Cochenille, blos mitdem Unterschiede, daß man von ersterer zwölf Unzen neh.men mußte, wo von lezterer fünf hinreichten- Herr Brü-ley sendete spater eine zweite Lieferung von derselben Co.chenille, die er aus seiner Pflanzung im Jahr 1788 gewon-nen , nach Frankreich; dieselben Cvmmissare der königlichenAkademie stellten, jedoch nach einer andern Methode, Ver.suche damit an, und erhielten beinahe dieselben Erfolge.