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Ivird auch in verschiedenen Landern Europas um die Hälftedes Preises, den leztcre kostet, verkauft, wahrend die inEngland mit dem Namen grana sylvestra bezeichnete Zusam-mensetzung , die nicht das geringste insektenartige Aussehenhat, gegenwärtig weniger als das Achtel des Preises derfeinen Cochenille gilt. Vermuthlich besieht sie aus derweißen fiaumenarligen Substanz/ welche die Insekten aufden Nopals zurücklassen/ und aus andern Ausleerungen,Bruchstücken und Gliedmaffen derselben, wozu man vielleichteinige Pfianzenstoffe gefügt, und was man alles zusammenin eine einförmige Masse geschlagen hat. Etwas Achnli-ches ward vormals mit der achten Cochenille vorgenommen,wenigstens versichert Dr. Brown: „die Cochenille.Insek-ten seien gewöhnlich zubereitet worden, indem man sie zer-quetschte und das Fleisch in einen Absud von Texuarla (ver-muthlich eine Art von melastoma, Schwarzmund) oder voneiner andern Pflanze, bei welcher man die Eigenschaft, dieFarbe zu erhöhen, beobachtet hatte, tauchte, die Masse sichsetzen ließ, und nachmals zu Kuchen bildete und zum Ver-kauf trocknete." Auch Hermandez erzählt, daß man zuseiner Zeit Kuchen aus Cochenille in Mexiko gemacht ha-bc. Vermuthlich hat man achte grana sylvestra mit Bruch-stücken von achter Cochenille vermischt, um die Zusammen-setzung zu bilden, die man in England als Granillo ver-kauft , ein Name, der schon anzeigt, daß man dazu Insek-ten genommen, die etwas kleiner als die feine Cochenillesind, und in dieser Hinsicht folglich den besten Beschreibun-gen entsprechen, die wir von der wilden Cochenille besitzen.
Man hat nicht allgemein geglaubt, daß die Cochenilleihre Farbe von der rothen oder carmesinfarben Frucht derNasals und anderer Arten der Opuntiae erhalte, und ichward durch-diese Meynung veranlaßt, verschiedene Versuchemit der rothen Frucht des Lacws Opuntia anzustellen, in-