Band 
Erster Band.
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ten Nachrichten zufolge betruz die nach Spanten in denJahren 1788, 1789 und 1790 eingeführte feine Cochenillen,ooo Säcke, wovon jeder 200 Pfund wog, und die zusam«wen 2,000,000 Pfund ausmachten, und zwischen dem erstenJänner und ersten Qctober 1791 überstieg die Einfuhr200V Säcke.

Ich muß hier jedoch bemerken, daß die Einfuhr tväh«rend dieser Jahre größer als gewöhnlich war, weil eineErhöhung im Prciß der Cochenille in Europa die Pflanzerin Amerika verleitete, ihre Verrathe so schnell als möglichzu Markte zu senden, um <urs den höher» Preisen Vortheilzu ziehen. Genauen Berechnungen zufolge glaube ich schlie-ßen zu können, daß die mittlere Menge der jährlich in Eu-ropa verbrauchten feinen Cochenille auf zooo Sacke oder600,000 Pfunde steigt, wovon 1200 Sacke oder 240,000Pfunde als der gegenwärtige jährliche Bedarf von Großbri-tannien angesehen werden können., Es wird zwar in diesesLand eine größere Menge eingeführt, allein der Ueberschußwird wieder in andere Lander ausgeführt. Diese 1200Säcke mögen im Werth 180,000 Pfund Sterling betragen,das Pfund nemlich zu 15 Schillinge gerechnet, welches bei-läufig der Mittelpreiß wahrend der lezten Jahre war *).Dem Don Antonio Ulloa zufolge wird die größte Men-ge von Cochenille zu Daxaca, Tlaöcala, C.hulula, Neuva,Gallicia und Chiapa in Neuspanien und zu Hambatio, Loj»und Tucuman in Peru erzeugt.

*) Seit 179? ist der Preist der C-cbenille um mehr als dieHälfte gestiegen und zwar in den leiten % Jahren auf mehrdenn ;s Schillinge Las Pftmo und bisweilen sogar auf 50Schilling. Entweder diese Preiserhöhung oder eine Aende^rung i» der Mode scheint den jährlichen Verbrauch »o» Großebtikannien beträchtlich vermindert zu haben,! so daß man ihgegenwärtig nur auf beiläufig 750 Säcke rechnen darf.