Band 
Erster Band.
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wolle zum Färbestoffe sowohl als zum Zinnoxyde so groß,daß sie beide reichlich aufnehmen und festhalten wird/ wenn

auch Hiebei noch mannigfaltige Abänderungen treffen; so kannman z. B. zwei Theile Weinstein und i Theil Zinnauflösungzur Vorbereitung anwenden, und die Flotte zum Ausfärbenentweder aus gleichen Theilen Cochenille, Weinstein undJuiiikompositioir; oder aus einem Theil Cochenille, euremTheil Weinstein und - Theilen Zinnkomposizion zubereiten,und man wird auch dann sehr schöne Farben erhalten.

Gülich (s. dessen Anweisung zur Färberei rc. Ulm 1786S. ioo) bereitete seine zum Scharlach bestimmte Zinnkomposi-zivn, indem er ein Pfund rauchende Salpetersäure mir einemPfund Regcnwasser verdünnet, und in dieser verdünntenSaure 4 Loth Salmiak auflöste. In dieser Saure ward nunso viel Zinn aufgelöset, als sie überhaupt nur iinmer aufneh-men wollte. Um mit dieser Zinnkompofizion Scharlach zufärben, nahm Gülich (a. a. £>. S. 184) auf 1 Pfund wollene«Garn 9 £otl> Jinnkomposizion, 5 Loth weißen Weinstein nebst2 7/4 Loth Cochenille. Zum Ansiedcn nahm er auf i PfundGarn 4 Loth Ziunkomposizlon, Loth Cochenille nebst derganzen Masse de« Weinsteins. Da« Ausfärben ward hierausmit der übrigen Cochenille und ; Loth Jinnkomposizion veran-staltet. Auf i Pfund Tuch wurden hingegen nur 2 Loth Co-chenille angewendet. Curkumawurzcl setzte Gülich nur dannj„ Anwendung, wenn da« Scharlach eine feuergelbe Farbeerhalten sollte.

Fast jede Färberei besitzt ihre eigenen Methoden bei derScharlachfarberci. AIS Beispiele führen wir hier noch dieje-nigen Kompositionen an, derer man sich zu Eupen (s. dieseine Tuchmanufaktur zu Eupen, ihre sämtliche Geheimnisse rc.Gotha 1796) bedient, woselbst man verschiedene Methodenanwendet, mn vier verschiedene Schaktiruugen von Scharlachzu erhalten. Die hier naher angegebenen quantitativen Ver-hältnisse der Materialien sind allemal auf ein Stück Tuch von60 bis 70 Ellen berechnet. Äie Zinnkomposizion, welche da-selbst der Pott genannt wird, bereitet man nach der Eupner