Schalenlac ist, das durch ein einfaches, nachher züerwähnendes Verfahren, gereinigte Lac." * *)
„Der Baum, auf welchem diese Fliege am häufig,sien erzeugt wird, ist in Bengalen, unter dem NahmenBiher - Baum bekannt, einer Art des rhamnus. **)Die Fliege nährt sich von dem Baume und legt ihreEyer darauf, welche die Natur gegen äußere Beschädi,gung dadurch schützt, daß sie dieselben mit einer Massevon diesem Lac umgiebt, das offenbar den zweifachenZweck hat, als Nest oder Bedeckung für das Ey und
beide nur einen kleinen und beinahe gleiche»Rückstand von Färbestoff enthielten.
*) Sch alen -Lac wird aus Körner-Lac gemacht, indemmau letzteres in lange Eglindristhe Baumwollene Säckethut, und schmelzen läßt, wobei man die Säcke überKohlcnfeuer hält. Wen» das Lac geschmolzen ist, sodrückt man es, mittelst winden der Säcke, durch die Po-ren deü BauwwollenzcugS, welches zwei Menschen ver-richten , deren jeder ein Ende des Sackes hält. OaS sodurchgepreßte Lac läßt man aus ein glattes Rohr vomPlatanus ( illusa parackisisea) fallen; dadurch fließt eSin dünne Schalen oder Blätter aus. Da dasHarz der lcichtflüßigste Theil des Lac ist, so geht cSauch meistens allein und in großer Reinheit durch denZwinger.
In Europa gebraucht man Schalen - Lac vorzüglichzu Firnissen und zu Siegellac. Den Gebrauch zu letzte-rem hat Oarma ab Horto im Jahr 1563 angezeigt,(s. Aromatum ct Simplicium aiiriuot Historia etc.)
•*) Sieß ist ein Irrthum; der Bihcc - oder Bihar-Baumist das Ooton lacciferurn, Pin., welches allgemein vonden Lac-Insekten vorgezogen zu werden scheint. ES istbeschrieben von Loucriro, Cochinchina. I. S. 582-