Band 
Zweiter Band.
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mindern. Kalten sind zn diesem Zwecke nicht tauglich,weit sie, wie ich bereits erwähnte, eben sowohl dasHarz als den Färbestoff des Lac auflösen. Salpeter,säure kann hiezu nicht angewendet werden, weil sie ei,ne zerstörende Wirkung, ähnlich dem Verbrennen,auf die Farbe äußert; aber dieß ist nicht der Fall we,der mit der Schwefelsaure noch mir der Salzsäure,welche die Kraft des Wassers, den Färbestoff aufzulösenund mit einer nur unbedeutenden Beimischung vonHarz auszuziehen, sehr vermehren. Die Schwefelsäurewürde jedoch zu diesem Zwecke in vieler Hinsicht derSalzsäure vorzuziehen seyn, wenn sie entweder in Ost,tndien erzeugt oder ohne Nachtheil dahin überbrachtwerden könnte. Eine Gallone Schwefelsaure von ge,wohnlicher Stärke, mit hundert Gallonen Wasser ver,dünnt, kann letzteres bei gewöhnlicher Wärme der At,mosphäre in Stand setzen, zehnmal so viel Färbestoffaufzulösen, als es sonst thun würde. Zieht man sodanndie klare Auflösung ab, und giebt Kalk, gleich derHalste des Gewichtes der angewendeten Saure, hinzu,so wird sich die letztere mit dem Kalke verbinden, undauf den Boden der Flüßigkeit niedersinken; letztereaber wird klar bleiben, die Scharlachfarbe schwe,bend in sich enthalten, und geeignet seyn, ohne Der,Mischung mit dem schwefelsauren Kalk abgezogen z»werden. Diese Flüßigkeit wird jedoch noch immer einenkleinen Theil der Schwefelsäure zurückbehalten, undmuß es auch, bis nach ihrer Trennung von« Satze;denn sonst könnte das Wasser den ganzen Färbestoffnicht schwebend halten, und ein Theil desselben würdezu Boden sinken, und auf dem schwefelsauren Kalkverlohren gehen. Ist aber dieser einmal von der Fiü,siigkeit getrennt, so soll die in letzterer zurück gebliebene