Band 
Zweiter Band.
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neu, sind den Färbern höchst nöthig «nd nützlich; in,dem letztere beständig nur mit einer kleinen Anzahl Für, "ibcwaaren sich beschäftigen, erwerben sie sich jenen Grad jvon Geschicklichkeit und Sicherheit im Gebrauch und in zder Behandlung derselben, wodurch allein einem Miß- \griff in den zarten Operationen dieser Kunst vorgebeugt !werde» kann. — Solch eine Farbewaare ist die Quer,citronrinde, welche der Stoff meines nächsten Ca, '«pitels seyn soll.

Anhang der Herausgeber.

Die gütige Natur beschenkte auch unser deutsches Va-terland mit einer beträchtlichen Anzahl Pflanzen, webte,obgleich nicht in dem reichlichen Maße wie die in Asien,Amerika und im südlichen Europa wachsenden, gelbes Pig-ment liefern, und wovon einige in unseren Druck - undFärbereien bereits im Großen angewendet wurden. Eingroßer Theil dieser vaterländischen Pflanzenprodukte, alsErsatzmittel für Ost - und Westindische, wurde durchdie Nothwendigkeit zur Zeit der Eontincntalsperre herbei-geführt, und es ist daher eben so gemein als unrühmlich,wenn jezt vaterländische Schriftsteller auftreten, welche sichüber alle Surrogate hermachen, und sie ins Lächerliche zie-hen, da hier nicht von C a ff e e - und Zucker - Ersatz-mitteln , sondern von rein - vaterländischen Pflanzeupro-duktcn die Siede ist.

Wir theilen diejenigen unsrer deutschen Pflanzen, wel-che hieher gehören, in verschiedene Klassen ein. In dieerste Klasse der gelbfärbenden Pigmente, als Ersatz-mittel für die Quereitron - Rinde, rechnen wir:A) Die Rinde des wilden Apfelbaums (kiouginalus). Vcrgl. die Abhandlung, welche Kurrer inEchweiggers Journal der Chemie Bd. io. S. 249 k. und