Sarin fixirt (d. i. mit Alaun vorher angesotten) wordenist, färbt.
Sooft man also vor hat, etwas mehr als Blaßgelödurch die Quercitronrinde mit der Alaunhaltigen Basisauf Schaafwolle oder Tuch zu färben, müssen dieseZeuge mit gutem, den sechsten oder achten Theil ihresGewichtes betragenden, in der gehörigen Menge Was,fers aufgelösten Alaun, jedoch ohne Zusatz vonWeinstein oder Argol, wie gewöhnlich, eine ganzeoder eine und eine Viertelstunde gekocht werden. Istdieses geschehen, so bringe man in einen mit reinemheißem Wasser gefüllten Farbkessel eben so viel Pfundegepulverte Quercitronrinde in einen Sack gebunden,als man Alaun zum Ansieden genommen hat, undhierauf un aus gewaschen die mit Alaun zubereiteteScbaafwolle oder das Tuch, welches dann, wie gerwohnlich, über den Haspel in der kochenden Flüssigkeitso lange herumgedreht wird, bis die Farbe hinreichendgefaßt zu haben scheint. Nun kann man ungefähr «inPfund reine gepulverte Kreide auf jedes hundert PfundWolle oder Tuch der Farbe > Flüssigkeit zugeben, unddas Verfahren acht oder zehn Minuten länger fortse,tzen, worauf man finden wird, daß das Gelb hochfär«biger und glänzender durch diesen Zusatz der Kreidegeworden ist.
Die auf diese Art von der Quercitronrinde erzeugeten gelben Farben sind unendlich besser und bedeutendwohlfeiler, als diejenigen, welche man von altem Gelb«holz (ku nc) mit einer Alaunhaltigen Basis erhalt: siekommen denen wirklich nahe, welche mit dem Waudurch die gewöhnliche Zubereitung von Alaun und11. L