Band 
Zweiter Band.
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durch den Färbungsprozeß nur leicht verfärbt werden,und hernach leicht ausgebleicht werden können. 57 )

Es ist in allen Fällen von großer Wichtigkeit, daßdie Neinigungsoperation wohl geleitet und vollständigverrichtet werde, besonders da, wo eine große Der,schiedenheit von Drap - Tauben < und Olivenfarben, mit

57) Allerdings beruht der gute Erfolg einer schönen intensivenund dauerhaften Farbe auf der guten Reinigung der Waa»re vor dem Färben, wodurch das Einschlagen in den mei,Heu Grund zugleich vermieden wird. Die Verdickuiigsmit-tel, deren man sich in den Druckereien und Färbereien be»dient, um die Beitzen in druckförnügen Zustand zu ver-setzen, so wie die überflüßigen Bcitzen, seyen es thonerdi-ge oder Cisenbcitze«, welche nicht mit der Faser in Ver-bindung getreten, muffen sorgfältig vor der Operation deSAussärbenü hinwcggeschaft werden. Dieses geschieht ent-weder durch ein Kuhmistbad, wie der Verfasser bereitsangegeben hat. oder durchs Einhänge» in den Fluß, öfte-res Waschen und Walken, welch letzteres ununterbrochenso lange fortgesetzt werden muß, als noch anhängende undnicht wesentlich mit der Faser festgehaltene Theile vorhan-den sind. Wir muffen bemerken, daß uns alle Zusätze,welche der Verfasser dem Mistbade beizugcbe» anräth,übcrflüßig scheinen; wenigstens haben wir nie einen son-derlichen Erfolg davon wahrzunehmen Gelegenheit gehabt.Besser scheint es uns dagegen, in einem und demselbenMistbade nicht zu viele Waare hintereinander durchzuneh-men, sondern vielmehr das Bad öfters ganz zu erneuern.Ohne den widrigen vom Verfasser angeführten Einfluß zuspüren, wird man finden, daß in einem Kessel, worinman gewöhnlich 22 Stücke Waare mit einem Male auszu-färben pflegt, ohne Nachtheil 40 - 50 Stücke von derglei-chen Waare in einem und demselben Mistbade, welchemman nur von Zeit zu Zeit frischen Mist zusetzt, behandeltwerden können.