Band 
Zweiter Band.
Seite
304
JPEG-Download
 

PottaschenauflLsung t« Farbe ganz beraubtem Krapprück-staudc gekocht, nimmt »och ein ziemlich schdncs hellrothesAussehen an, hört aber bald auf, sich zu färben. DerWeingeist wird nur etwas braunroth, ohne das geringsteGeiblichte.

Ztcns Auf gepulvertem Krapp gegossener Weinsteinfärbt sich gelb, und die Flüßigkeit nimmt eine eben s»dunkle Farbe an, als der Safran. Man kann ■ die zuRoth vorbereitete Baumwolle in derselben schmutzig Ria-dcngelb färben; eben so auch das Papier,

Von der Anwendung d'eö Krapps auf Schaaf»wolle und Schaafwollcntuch.

Obgleich die rothe Farbe, aus Krapp auf Sckaaf«wolle gefärbt, welche mit der Alaunhaltigen Da,sis angesotten wurde, nicht so glänzend und schön ist,als die von der Cochenille, so hat sie doch den Vor,theil, daß sie wohlfeiler und dauerhafter ist, und auSdiesem Grunde wird sie häufig, besonders zu dem Tu,che, das die englischen Soldaten tragen, angewendet.Von der Anwendung dieser Basis (mit Weinstein) ausSchaafwolle und Tuch, als einer Zubereitung für die,sen und andre ausziehbaren Färbesivffe, habe ich be,reits hinlängliche Nachricht gegeben (S. 3ö:j - 3yv mei-nes ersten Theils), und obgleich Sch effer eine weitgrößere Portion Weinstein zu dieser Zubereitung vorge,schrieben, so bin ich doch überzeugt, daß er es ohneGrnnd gethan, und daß kein Vortheil aus der Ver,mehrung desselben entspringen wird. Ist Schaafwolleoder Tuch auf die am angeführten Orte beschriebeneArt zubereitet worden, so giebt man guten Crov,

Krapp,